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Einstellungen und Erwartungsmuster vermitteln, dann können wir von der Erwartung ausgehen, dass diese differente Ausbildung von Dispositionen zu ungleichen Chancen der Bildungsaneignung führt. Schülerinnen und Schüler bildungsferner Gruppen sind in dieser Hinsicht als ressourcenschwach einzuschätzen (Kramer/Helsper 2010) und unterliegen am Ehesten der so bezeichneten Passungsproblematik in schulischen Lernprozessen. Diesen ungleichen Chancen durch schulbildungsferne Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler korrespondiert eine Form der Ungleichbehandlung durch die Schule. Die Forschung zu institutioneller Diskriminierung hat dazu geführt, die institutionalisierte Handlungspraxis von Lehrkräften als Bestandteil schulischer Selektionsmechanismen zu bewerten, die schulbildungsferne Milieus nicht nur nicht fördern kann, sondern zusätzlich benachteiligt. Die Einschränkung von Chancengleichheit im Setting Schule lässt sich in dieser Hinsicht in doppelter Weise pointieren: Zum einen können schulbildungsferne Gruppen in ihrer Ressourcen- und Kompetenzausstattung nicht entsprechend gefördert werden. Zum anderen sind die Urteile von Lehrkräften von engen Schulbildungsnormen geprägt, die Partizipationsmöglichkeiten zusätzlich einschränken. Diese Perspektive bedeutet für die Ausbildung professioneller Lehrerkompetenzen eine Erweiterung, die bisher kaum diskutiert wurde (Bittlingmayer/Reith/Bauer 2008). Zudem bleibt die Diskussion über Lebensbedingungen, die negative Auswirkungen auf Bildungschancen haben können, auf wenige Einflussfaktoren beschränkt. Insbesondere aber für die Entwicklungsdynamik besonders vulnerabler Bildungsprozesse in den ersten vier Jahren der Primarstufe ist festzustellen, dass problematische Lebensbedingungen polyvalent zur Ausprägung gelangen. Die in den schulbildungsfernen Verhältnissen aufwachsenden Kinder tragen ein erhöhtes Risiko, von