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nicht als so hervorragender Sorge- oder Umgangsberechtigter präsentiert, wenn das Kind bei ihm leben würde: Seine Qualität ist davon abhängig, dass es eine die Verantwortung tragende Sorgeberechtigte gibt. Im vorstehend erörterten Beispiel ist die Mutter in die Vater-Kind-Beziehung einbezogen. Das entsprechende Familienmodell lässt sich als mutterzentriert charakterisieren. Die Mutter steht im Zentrum, und von ihr wird erwartet, dass sie die Kind-Vater-Beziehung ermöglicht und fördert (vgl. Smart, 1999):

Abb. 1 A mother-centred family model

Entsprechend der Logik des mutterzentrierten Familienmodells gibt es keine von der Mutter wirklich unabhängige Vater-Kind-Beziehung. Die geringe Aufmerksamkeit, die den elterlichen Fähigkeiten des gewalttätigen Vaters gewidmet wird, kann damit erklärt werden, dass das mutterzentrierte Modell von den Befragten immer mitgedacht wird und ihnen im Sprechen über gewalttätige Väter in Bezug zu Kindern als Interpretationsrahmen dient. Vor diesem Hintergrund ist die Verbindung zwischen der Viktimisierung von Kindern und einer irgendwie gearteten Präsenz der Mutter (die wir im vorherigen Abschnitt erörtert haben) verständlich. Einige Befragte neigen, entsprechend dieser Logik, dazu, die Verantwortung für die Beurteilung der Väter nicht bei sich selbst, sondern bei den betroffenen Müttern zu sehen. Mutterschaft impliziert die Verantwortung für Vaterschaft (vgl. Smart, 1999; Vuori, 2001; Keskinen 2005) auch im Kontakt mit sozialen Diensten und anderen Behörden. Die Logik des mutterzentrierten Familienmodells impliziert offenbar auch die fortgesetzte Zuständigkeit für die Vater-Kind-Beziehung nach Trennung oder Scheidung der Eltern. Gefragt, wie sich der Kontakt zwischen einem gewalttätigen Vater und den Kindern in der Regel gestaltet, betonen einige Interviewte, dass dieser funktionieren kann, wenn die Mutter das Kind bei der Konfrontation mit dem Vater unterstützt, also als emotionaler „Puffer“