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Fachleute als retraumatisierend erlebt werden können. Das notwendige Vorgehen muss mit den Frauen abgesprochen werden. Nach der Geburt brauchen die Frauen Zeit, um ohne Druck zwischen verschiedenen Alternativen wählen zu können. Sowohl Adoption oder Pflege, als auch ein Leben mit dem Kind sind verantwortlich getroffene Entscheidungen. Vor allem Hebammen und Fachleute, die Eltern Neugeborener beraten, können Betroffene schon frühzeitig entsprechend unterstützen. Beim Weiterbestehen der Mutter-Kind-Beziehung sind Schritte zu ihrer Stärkung von großer Bedeutung. Dazu gehört insbesondere, Mutter und Kind vor erneuten Gewalterlebnissen zu schützen und sie zu unterstützen. Die Rechte des Täters, die sich aus der Vaterschaft ergeben, müssen gegenüber dem Schutz der Kinder und der Frau sowie dem Selbstbestimmungsrecht der Frau in den Hintergrund treten. Einem Vergewaltigungsopfer kann nicht zugemutet werden, sich gegen ihren Willen immer wieder mit dem Täter zu konfrontieren. Sollte der Kontakt aus Sicht des Kindes sinnvoll sein, zum Beispiel wenn die Paarbeziehung über mehrere Jahre aufrechterhalten wurde, müssen Wege gefunden werden, die die Mutter nicht belasten beziehungsweise gefährden. Mütter brauchen Angebote, die ihnen zum einen die Bearbeitung der traumatischen Erlebnisse und ihre Integration in ihre Biographie ermöglichen und zum zweiten, bei anhaltenden Ambivalenzen und ablehnenden Gefühlen dem Kind gegenüber, bei der Entwicklung einer positiven Beziehung oder der Realisierung einer, das Kind schonenden, Trennung helfen. Kinder, die im Klima ‚häuslicher‘ Gewalt aufwachsen, brauchen eigenständige Unterstützungsangebote. Dies gilt insbesondere für Mädchen und Jungen, die verstrickt sind in die besondere Dynamik, wie sie aufgrund der Zeugung durch eine Vergewaltigung entstehen kann.
Literatur BMFSFJ (2005): Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland: Eine repräsentative Untersuchung zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland. Berlin. Bowlby, John (1995): Elternbindung und Persönlichkeitsentwicklung: therapeutische Aspekte der Bindungstheorie. Heidelberg: Dexter. Brisch, Karl Heinz (2003b): Bindungsstörungen und Trauma: Grundlagen für eine gesunde Bindungsentwicklung. In K.H. Brisch (Hrsg.), Bindung und Trauma: Risiken und Schutzfakȱûȱȱ ȱȱ ȱǻǯȱŗŖśȮŗřśǼǯȱĴDZȱ ĴȬĴǯ Heynen, Susanne (2000).: Vergewaltigt - Die Bedeutung subjektiver Theorien für Bewältigungsprozesse nach einer Vergewaltigung. Weinheim und München: Juventa Verlag. Heynen, Susanne (2002): „Da bin ich nicht mehr hingegangen!“ - Warum Beratungen aufgrund diskrepanter subjektiver Theorien von Hilfesuchenden und Professionellen scheitern. In F. ȱǭȱǯȱȱǻ ǯǼǰȱȱĞȱȱȱǻǯȱŘŗŗȬŘřŖǼǯȱûDZȱǯ