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Der Blick der Forschung

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Nach Brisch kann ein negativer Kreislauf ausgelöst werden. Das Neugeborene ist aufgrund der Belastungen während der Schwangerschaft nach der Geburt irritabler und in der Selbstregulationsfähigkeit instabiler. Für die Mutter wird es daraufhin schwieriger, auf entsprechend widersprüchliche Signale des Kindes angemessen zu reagieren. Besondere Gefährdungen ergeben sich, wenn die Beziehung zu dem Gewalttäter weiter bestehen bleibt und immer wieder Gewalthandlungen verübt werden. Diese können zu weiteren Traumatisierungen der Mutter, einer anhaltenden Bedrohung der Familie und Belastungen der Kinder durch den Einbezug in die Gewaltdynamik führen. Vergewaltigte Frauen setzen sich auf unterschiedliche Art und Weise mit der erzwungenen Schwangerschaft auseinander. Ausgehend von einer Untersuchung über die Bedeutung subjektiver Theorien für Bewältigungsprozesse nach einer Vergewaltigung (Heynen, 2000), für die unter anderem Frauen interviewt wurden, die aufgrund einer Vergewaltigung schwanger wurden, zeigt sich, dass diese überwiegend - trotz der erlittenen Traumatisierung - versuchen, das aufgezwungene Dilemma zwischen dem Lebensrecht des Kindes und ihrem eigenen Selbstbestimmungsrecht mit Verantwortung zu lösen. Aus den Interviews lassen sich vier Muster, diese schwierige Lebenssituation zu bewältigen, erkennen. Diese können anhand von Zitaten wie folgt beschrieben werden:

„Heute würde ich abtreiben!”- Ž—’ꔊ’˜—ȱŽœȱ ’—ŽœȱŠ•œȱ ’—ȱŽœȱŽ›Ž Š•’Ž›œDZȱ Ž’—œ£Ž—’Ž›ž—ȱŽœȱ›Šž–Š’œŒ‘Ž—ȱ ˜—Ě’”Žœȱž—ȱ‹•Ž‘—ž—ȱ Die Beziehung zum Kind ist gekennzeichnet durch starke Ambivalenzen, die trotz großer Anstrengungen nicht aufgelöst werden können. Kindliche Verhaltensweisen erinnern immer wieder, auch nach der Trennung von dem gewalttätigen Partner, an Vergewaltigungen und Misshandlungen. Sie lösen als Trigger starke Gefühle der Hilflosigkeit und Wut bei der Mutter aus, wodurch ihre Handlungsfähigkeit und Erziehungskompetenz gegenüber dem Sohn oder der Tochter eingeschränkt wird.