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5.5.2.2.2 Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) Die sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) kann als Prototyp für die Möglichkeit einer systemischen Fundierung der Sozialen Arbeit und ihrer Kombination mit dem Methodeninventar der Familientherapie gelten. Das allgemeinste Ziel der SPFH lässt sich folgendermaßen formulieren: Unterstützung der Familie in der Familie, um sie zu befähigen, ihren Alltag so zu organisieren, dass in ihm eine bezogene Individuation (siehe Stierlin 1977) des Kindes möglich wird. Die SPFH ist eine Umsetzung des Prinzips der Alltagsorientierung: Die Familienhelferin trifft sich im Kontext des familiären Alltags wöchentlich zwischen fünf und 15 Stunden mit allen bzw. verschiedenen Familienmitgliedern, um mit ihnen zusammen neue Lösungswege für alte Probleme zu finden und auszuprobieren. In der SPFH verbinden sich mehrere Komponenten der Sozialen Arbeit zu einer Hilfe für in akuten psychosozialen Notlagen befindliche Familien. Kommund Gehstruktur: Die sozialpädagogische Familienhelferin arbeitet mit der auftraggebenden Familie einerseits in deren Wohnung und dem zugehörigen Wohnumfeld zusammen, andererseits finden bestimmte Kontakte in den Diensträumen des SPFH-Trägers statt. Welche dieser beiden Seiten gewählt wird, hängt von der aktuellen Situation ab. Die oft besonders nützlichen, weil sich spontan ergebenden und von einer entsprechenden Akzeptanz seitens der Familienmitglieder begleiteten „Gespräche zwischen Tür und Angel“ benötigen den Rahmen der Familienwohnung, weil nur hier der Kontext für spontan sich ergebende Kontaktsituationen besteht. Auch können in der Wohnung viele heikle Themen leichter angesprochen werden, weil der „Heimvorteil“ der Familie eine größere Sicherheit vermittelt. Steht die Organisation des Haushaltes und die Tagesstruktur der Familie auf der Tagesordnung, bietet sich die Wohnung als Kontext für Rollenspiele zu Situationen des Familienalltages an. Beim Spiel der Familienhelferin mit den Kindern können die