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spezifischen Problemlagen, eine Beschreibung ihrer Lebenslage sowie der darin enthaltenen Spielräume und Ressourcen erforderlich. Aus einer differenzierten Einschätzung der Lebenssituation ergeben sich die für eine erfolgreiche professionelle Unterstützung erforderlichen „Handlungsformen“ und die ihnen zuzuordnenden Methoden. Die Ansatzpunkte einer in diesem Sinne systemischen Einzelfallarbeit können mithilfe des im dritten Kapitel dargestellten ökosozialen Modells der Systemebenen identifiziert werden. Zum Beispiel erfordert die Problemlage Austauschprobleme und das darin offenkundige spezifische Problem eines geringen Selbstwertgefühls und hohen Misserfolgsmotivs den genauen Blick auf die Mikro- und Mesosysteme. Bei der Lebenslage allein erziehende Mutter ergeben sich dann folgende Fragen: „Welche Beeinträchtigungen gibt es im Kontakt- und Kooperationsspielraum?“ Eventuell wohnen in der Nachbarschaft keine Familien mit kleinen Kindern. „Welche Ressourcen lassen sich benennen, vielleicht eine die klassische Familienform lebende Lieblingsschwester in der nächsten Stadt?“ Um sie zu besuchen, muss die Auftraggeberin öffentliche Verkehrsmittel benutzen. „Lässt ihr Erwerbs- und Einkommensspielraum das zu? – Wenn nicht, lassen sich hierfür finanzielle Quellen erschließen?“ – „Sollte die Intervention der Sozialarbeiterin sich eher auf das Mikrosystem der Familie richten, oder steht die Milderung der Ausstattungsprobleme der Auftraggeberin im Vordergrund?“ Ich möchte nun im Folgenden drei Formen der Einzelfallarbeit mit Familien im Arbeitsfeld der Jugendhilfe darstellen: familienorientierte Arbeit im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD), sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) und aufsuchende Familientherapie.