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Raw Blame History

Männern verbleibt die Rolle der Einkommenssicherung und die Feierabendbeziehung mit den Kindern. Interessant ist die Frage, ob bei einer signifikant höheren Zahl von Ganztagsbetreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder und Kinder ab drei Jahren die Zahl der teilzeit- und vollzeitbeschäftigten Mütter ebenfalls signifikant steigen würde. Es könnte durchaus sein, dass die Mehrzahl der westdeutschen Mütter mit kleinen Kindern auch dann kein Vollzeitarbeitsverhältnis anstreben würde. Hier bieten sich drei Hypothesen an: Sie und ihre Männer assoziieren mit der Mutterrolle immer noch die primäre Betreuungsfunktion für die Kinder. Die meisten Mütter streben kein Vollzeitarbeitsverhältnis an, weil die Väter nicht bereit sind, eine Teilzeiterwerbsstelle mit einer Teilzeitbetreuung der Kinder zu verbinden. Da ein Mann im Durchschnitt ein höheres Erwerbseinkommen erzielt als eine Frau, ist sein Beitrag zum Familieneinkommen signifikant höher. Der Einkommensrückgang des Mannes durch eine Teilzeitbeschäftigung kann in den meisten Fällen nicht durch eine Teilzeitarbeit der Frau kompensiert werden. Das Haushaltseinkommen würde dann absolut sinken, und zwar in vielen Fällen erheblich. Trotz dieser Interpretationsmöglichkeit hinsichtlich der vorliegenden Daten scheint es aus Gründen der Geschlechtergleichberechtigung, der Arbeitsmarktpolitik, der Entwicklungschancen für Kinder aus sehr konfliktreichen Familien und der oft über die Grenzen ihrer Belastungsmöglichkeit hinaus geforderten allein erziehenden Mütter dringend geboten, die Ganztagsbetreuungsmöglichkeiten drastisch zu erhöhen. Das gilt mehr für die alten Bundesländer, weil im östlichen Teil Deutschlands die in der DDR gepflegte Tradition der Ganztagsbetreuung erhalten werden konnte. Die