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Umwelt finden über Wahrnehmungsprozesse statt, die durch seine inneren kognitiv-affektiven Schemata vorstrukturiert und als Gedächtnisinhalte in diese Schemata integriert werden. Über die Schemata werden die mit der inneren und äußeren Wahrnehmung verknüpften Denk-, Fühl- und Handlungsprozesse zirkulär gesteuert. Ein zentrales Schema, das hierbei immer beteiligt ist, lässt sich als Selbstbild bzw. Konzept der eigenen Identität definieren. Es ermöglicht die Aussage „ICH denke, fühle, handle, sehe, schmecke … im Unterschied zu allen anderen Menschen“. Die Schemata lassen sich auch neuropsychologisch als neuronale Netze, die Prozesse der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens und Handelns als neuronale Bewegungen verstehen (siehe Dörner 1999). Das Stichwort neuronales Netz bringt uns zum zweiten Aspekt des Subjekts. Der Mensch ist ein leibliches Wesen, d. h., alle psychischen Prozesse haben ihr körperliches Korrelat; umgekehrt gilt das Gleiche. Es gibt also keine einseitige Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen Seele/Geist (psyche) und Körper (soma), sondern zirkuläre Verknüpfungen. Der diagnostische und therapeutische Einstieg in diese Verknüpfungen ist eine Interpunktion des Prozesses und keine objektive Benennung einer Ursache bzw. eines Anfangs. Die körperliche Seite der innerpsychischen Erlebnis- und Wahrnehmungswelt wird oft zu wenig beachtet. In der systemischen Kommunikationstheorie und Familientherapie wurde von Anfang an die Körpersprache als Kommentator der verbalen Sprache betont (Watzlawick et al. 1972; Satir 1989; Bandler et al. 1978). Den Aspekt der Verbindung von psychischer und körperlicher Selbstwahrnehmung haben vor allem Gestalttherapie (Polster u. Polster 1975; Perls 1974) und Bioenergetik (Keleman 1980; Lowen 1979) herausgearbeitet. In der initiatischen Therapie Karlfried Graf Dürckheims (Dürckheim 1976; Wehr 1996) ist der Körper als „Leib“ der Kontext aller geistigen Prozesse. Mithilfe der im Zen-Buddhismus entwickelten Meditationsübungen wird er zugleich zum Ausgangspunkt seiner momenthaften spirituellen Überwindung. Der meditierende Mensch erfährt sich in diesen „höheren Bewusstseinszuständen“ (Tart 1975)