2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/132.md

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Das ökosoziale Modell der Systemebenen von Uri Bronfenbrenner im Überblick

Uri Bronfenbrenner, ein US-amerikanischer Entwicklungspsychologe, hat ein Modell entwickelt, in dem unterschiedliche soziale Systeme als Teile eines übergeordneten Ganzen miteinander in Beziehung gebracht werden. Er unterscheidet „Mikro-, Meso-, Exo- und Makrosysteme“. Ich habe zusätzlich das in diesen Systemen handelnde und sie zugleich beobachtende Subjekt als eigenes Subjektsystem eingeführt. Zugleich sind in Abbildung 16 einzelne sozialwissenschaftliche Bereiche genannt, die sich mit den entsprechenden Systemen befassen. Die in und mit ihnen handelnde Sozialarbeiterin kann deren Modelle und Theorien für ihre Beobachtungen, Theoriebildungen und Interventionen nutzen. Die Sozialisationssysteme Familie, Schule, Kindergarten und Betrieb können durch dieses Modells miteinander und mit für sie bedeutsamen anderen Systemen der Gesamtgesellschaft in Verbindung gebracht werden. Ausgangspunkt ist dabei immer eine Person, von der ausgehend die Beziehungen zwischen den Systemen beschrieben werden. Bei Bronfenbrenner war dies das Kind in einer Familie, das von vornherein als Person in Beziehung zu und nicht als Individuum für sich verstanden wird. Wir können für andere Zusammenhänge auch andere Personen bzw. Rollenträgerinnen als Ausgangspunkt der ökosystemischen Modellkonstruktion wählen, z. B. einen arbeitslosen erwachsenen Menschen, eine allein erziehende Mutter, die Lehrerin eines in der Schule auffälligen Kindes. Diese Person ist als Trägerin gesellschaftlich zugewiesener Rollen verstehbar und zugleich als ein in soziale Kontexte eingebettetes psychosomatisches System.