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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 164 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19

Peter Ahrens, Eyke Baum, Monika Gessner, Annette Heyd, Elke Looft und Heike Richter

8.3.3.3 Projektergebnis Die Klasse hat uns mit ihrer Offenheit und Bereitschaft, Veränderungen anzugehen, sehr beeindruckt. Wir profitierten eindeutig davon, dass wir von außen in das System gekommen waren, das wohl ziemlich festgefahren war. Die Festschreibung dieser Klasse auf ihren schlechten Ruf konnte gelockert werden. Die Klasse hatte die Chance, auf neuen Erfahrungen aufzubauen, die sie durch die zukunftsorientierte Bearbeitung des Klassenklimas gemacht hatte. 8.3.4 Rahmenbedingungen Die Schulprojekte finden in der Regel in den Schulen statt. Für Klasseneinladungen stehen die Räume der Treffpunkte an den zwei Standorten zur Verfügung. Die Kooperation erfordert von den Schulen die Bereitschaft, Raum, Zeit und Aufmerksamkeit im Schulalltag und im Schulunterricht zur Verfügung zu stellen. Während des Projektes ist mindestens der Klassenlehrer anwesend, andere Lehrer können nach Absprache hinzukommen. Auch die Unterstützung durch die nicht direkt an Projekten beteiligten Lehrkräfte und die Schulleitung ist erforderlich, da die Aktivitäten zeitweise Stundenplanänderungen erfordern. 8.3.5 Vernetzung 8.3.5.1 Interne Vernetzung Gemäß unserer systemischen Ausrichtung ist für uns die Vernetzung sehr wichtig. So sind unsere Angebote durchlässig. Wir wirken darauf hin, eine Verzahnung zwischen den verschiedenen Angeboten zu erreichen. Es kann z. B. ein Jugendlicher in einer Erziehungsbeistandschaft betreut werden und dieselbe Betreuerin auch in einem Klassenprojekt erleben. Andere Kinder sehen ihre Bezugsperson aus dem Treffpunkt wieder in der Ausbildung zu Konflikthelferinnen an der Grundschule. Im Einzelfall können auch Strategien im Umgang mit Klientinnen entwickelt werden, die in unterschiedlichen Kontexten angewendet werden. Ressourcen werden auf diese Weise möglichst effektiv genutzt. Z. B. erlebten wir Mitarbeiterinnen im Bereich Kooperation mit Schulen, dass ein Jugendlicher in der Ausbildung zum Vermittler im Konflikt ein ähnlich auffälliges Verhalten zeigte wie auch in der Sozialen Gruppenarbeit. Er kommentierte jede Äußerung von uns. Zudem maßregelte er die anderen Projektteilnehmerinnen, als sei er der 164