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2.4 KiB

WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 132 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19

Peter Ahrens, Eyke Baum, Monika Gessner, Annette Heyd, Elke Looft und Heike Richter

3.9 Durchlässigkeit, Flexibilität und Kooperation Breit gefächerte, flexible, integrierte Angebote ermöglichen eine differenzierte, individuelle, situationsangepasste Hilfeplanung. Um dem Bedarf gerecht zu werden, sind die Durchlässigkeit und die Ausgestaltung der Schnittstellen dieser Angebote von hoher Bedeutung. Voraussetzung dafür ist enge Kooperation im Team. Die Beweglichkeit der Angebote wird durch die Beweglichkeit der Teammitglieder gewährleistet. Ein Wechsel der Hilfeform bei verändertem Bedarf ist problemlos möglich und hat in der Regel keinen Mitarbeiterinnenwechsel zur Folge. Dies erfordert von den Mitarbeiterinnen ständige Reflexion ihrer Rollen und hohe Rollenklarheit. 3.10 Effizientes Handeln Bei der Wahrnehmung unserer Aufgaben achten wir auf einen sorgfältigen und verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen personellen, räumlichen, sachlichen und finanziellen Ressourcen. Das Verhältnis zwischen Zielerreichung und Mitteleinsatz muss angemessen sein und wird fortlaufend überprüft. 3.11 Sozialpolitische Einmischung, Transparenz gegenüber Zielgruppen und Öffentlichkeit, Zusammenarbeit mit Jugendamt und anderen Jugendhilfeträgern Dem Auftrag des KJHG, zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen beizutragen, können wir nur durch ein sozialpolitisches Engagement in der Region gerecht werden. Deshalb arbeiten wir mit in psychosozialen Arbeitskreisen und Gremien, in Vertretungsgremien des Spitzenverbandes Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband (DPWV), wir beteiligen uns an runden Tischen und Stadtteilrunden, an Arbeitsgemeinschaften nach § 78 KJHG und an der Jugendhilfeplanung. Entsprechend der Satzung des SOS-Kinderdorf e.V. erfolgt dieses sozialpolitische Engagement unter konfessioneller und parteipolitischer Unabhängigkeit. Wir sehen uns dabei in einer Anwaltfunktion für die jungen Menschen und ihre Familien. Durch Öffentlichkeitsarbeit, z. B. durch Präsenz in Medien, wollen wir Zielgruppen und der (Fach-)Öffentlichkeit unsere Angebote, Arbeitsansätze, Methoden, Grundsätze und die Qualität unserer Arbeit vermitteln. Eine gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und anderen Jugendhilfeträgern im Gemeinwesen ist für das Gelingen unserer Arbeit sehr wichtig. 132