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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 72 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19

Cornelia Jager

sich das Team nicht einigen kann, muss die weitere Verfahrensweise besprochen werden, z. B. die Festlegung einer erneuten Teamberatung zum Zeitpunkt X oder vorerst weitere Gespräche mit der Familie. Diese Phase dauert etwa zehn Minuten. 4.2.9 Dritte Beratungssequenz Die Beraterin gibt den Betroffenen zunächst die Möglichkeit, noch mal zu dem Gehörten Stellung zu nehmen, dann fasst sie alles zusammen und handelt mit der Familie die Art und den Umfang der Hilfe aus. 4.2.10 Abschluss der Teamberatung Die strukturierende Sozialarbeiterin fragt zuerst die Betroffenen, dann die teilnehmenden professionellen Helferinnen und eventuelle Gäste, wie sie die Anwesenheit der Teammitglieder erlebt haben und ob die Beratung für sie eher förderlich oder eher unangenehm war. Die Tatsache, dass Betroffene im Anschluss an die Beratung die Beratungsqualität der Sozialarbeiterinnen innerhalb eines Amtes beurteilen dürfen, ist eine durchaus ungewohnte Situation für sie, aber motiviert sie dennoch, die Möglichkeiten für verbale Rückmeldung in Anspruch zu nehmen. 4.2.11 Evaluation der Teamberatung Wenn die Klienten den Raum verlassen haben, führen die Teammitglieder eine kurze Selbstevaluation des Ablaufs der Teamberatung durch, stellen fest, was gut und weniger gut gelungen ist, und geben sich gegenseitig Rückmeldung. Für jede Rolle wurde dazu gemeinsam im Team ein separater Evaluationsbogen erarbeitet. Diese nach der Teamberatung stattfindende Evaluation ist mittlerweile ein unverzichtbarer Bestandteil geworden. Dafür ist grundsätzlich eine halbe Stunde nach jedem Reflektierenden Team eingeplant. Für die Teamberatung selbst steht eine Stunde zur Verfügung. Insgesamt lassen sich die Teamberatung mit dem Reflektierenden Team als Kern, die Evaluation und die festgelegte Zeitstruktur als eine neue Methode der ASD-Arbeit definieren und damit als inhaltlicher Beitrag zur Qualitätsentwicklung.

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