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zit. nach Aminata Troré ‚Afrikanische Nachhaltigkeit‘ In: Le Monde diplomatique, Mai 2020, S. 16). Eine Deglobalisierung stärke Stabilität, weil autonomer und weniger komplex; demokratischeres und ökologischeres Wirtschaften sei nur dann möglich. Kann die Erde ein Ort werden, an dem die Natur endlich geschützt wird und eine ökologische Landwirtschaft allen Wesen nützt. Ein Ort, an dem Menschenwürde eine gemeinsame Leitschnur des Handelns ist? Selten war es wichtiger, Traumapädagogik als Menschenrechtsprofession (vgl. https://www.socialnet.de/lexikon/Menschenrechtsprofession, Abfrage 01.09.2023) zu begreifen. Traumapädagogik als Haltung; die Achtung des Gegenübers, die Verpflichtung zum Gemeinwohl, die Verbindung mit der Natur und mit anderen Menschen im sinnhaften Tun, selbstbemächtigte Menschen in Freiheit und wirklichen demokratischen Strukturen. Bessel Van der Kolk schlägt für die Wiederherstellung des Wohlbefindens Folgendes vor:
- Die Heilung von Beziehungen und Gemeinschaften
- Erlebnisse mitzuteilen und dabei einen Sinn finden
- Grundlegende Aktivitäten wie Atmung, Bewegung und Berührung und
- eine Umgebung schaffen, in der sich Kinder und Erwachsene sicher fühlen. (van der Kolk 2014, S. 52) Das braucht politische Aktivität und das Wissen darum, dass Pädagogik und Soziale Arbeit immer auch politisch sind. Diese Erkenntnis ist ein wenig verloren gegangen. Die Politisierung der Sozialen Arbeit infolge der 68er Bewegung hat ihre Wirkkraft verloren und diese Entpolitisierung beinhaltet auch ein Nachlassen des Interesses an gesellschaftsbezogenem Grundwissen (Holler 2000, S. 343). Dabei waren die Heime zur Zeit der Heimreform ein Feld der Demokratisierung. Das Traumakonzept von Hans Keilson, die sequenzielle Traumatisierung, weist darauf hin, worum es in der dritten Phase, der Zeit danach, gehen muss. Wir brauchen sozialpolitische Anstrengungen, um die beeinträchtigenden Auswirkungen der Gewalt, auch der strukturellen Gewalt, auf die Mädchen und Jungen, auf alle