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Sinn, durch die Anerkennung des Schmerzes Menschen aus herausfordernden Lebensumständen die Würde zurückzugeben, die durch Machtmissbrauch von anderen Menschen genommen wurde. Die Anerkennung und Versorgung der eigenen Wunden wirkt sinnstiftend: „Eine neue Verbundenheit mit sich und mit anderen zu erleben, kann Menschen eine sinnstiftende und heilsame Erfahrung schenken.“ (Weiß/Sauerer 2018b, S. 94)
- Schützende Umstände Die beschriebenen Belastungen sind enorm. Eine traumasensible pädagogische Arbeit braucht sichere und selbstwirksame päda gogische Fachmenschen und Organisationsstrukturen, die dies ermöglichen, z. B. durch Krisen- und Notfallpläne, förderliche Dienstpläne, sichere Arbeitsverträge und durch den Aufbau eines traumasensiblen Netzwerkes. Traumapädagogik ist nicht nur auf pädagogische Interventionen gerichtet, sondern lebt von der Wechselwirkung zwischen Haltungen und Strukturen, die innerhalb der Netzwerke möglich sind. Die Aneignung von Sachkompetenz, Selbstreflexion, Selbstsorge und Sinnstiftung sind anspruchsvolle Unterfangen und es nutzt, wenn Ausbildungsinstitute als auch Fort- und Weiterbildungen Fachwissen bereitstellen (16.1). Doch es braucht auch tragfähige Strukturen in den Institutionen (16.2) und eine gute Zusammenarbeit in Netzwerken (16.3).
16.1 Fachwissen bereitstellen Die Wandlungsprozesse sozialer Zusammenhänge und die gesellschaftliche Komplexität erhöhen die Anforderungen an die Sozialpädagogik im Allgemeinen und in den Erziehungshilfen im Besonderen. Die Jugendhilfe sei ein permanentes Entwicklungsfeld, dass zur Selbstverortung, zur Vergewisserung über eigene Ziele und Anforderungen von außen gezwungen sei (Maykus 2001, S. 250). So ist der Forderung, die Ausbildung solle in „[…] eine mehr generalistische, auch stärker wissenschaftliche Ausbildung