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Die Unterscheidung von Gefühlen und Empfindungen
Nicht alle Kinder spüren Gefühle. Diese Erkenntnis bedarf der Beachtung, weil pädagogisches Arbeiten mit Gefühlen Mädchen und Jungen, die keine Gefühle spüren, möglicherweise bestätigt, dass sie nicht normal seien. Das Wahrnehmen von Empfindungen ist weniger gefährlich und anders wirksam. Empfindungen physiologischer Ereignisse in unserem Inneren, z. B. Wärme, zittrig sein, Schwitzen, Aufregung, Müdigkeit, können direkter darauf hinweisen, dass etwas nicht im Gleichgewicht ist und möglicherweise durch die Versorgung dieser Empfindungen reguliert werden kann. Zentraler Bestandteil der Selbstwahrnehmung ist die Unterscheidung von Gefühlen und Empfindungen. Der Weg der Heilung sei „[…] vom Bereich des Denkens oder dem der Emotionen in den sehr viel grundlegenderen Bereich der körperlichen Empfindung überzuwechseln“ (Levine/Kline 2004, S. 147). Es gehe darum, Impulse aus dem Kern des Reptiliengehirns zu beachten. Philipp sucht Streit, weil er zufällig seinen großen Bruder getroffen hat. Anna ist aufgeregt, sie weiß nicht warum. Maria spürt eine Lähmung, sie beschreibt eine Schwere in ihrem Körper.
Die Selbstregulation beginnt für alle drei mit der Erklärung über die Bedeutung von Körperempfindungen. Im zweiten Schritt erfahren sie von dem Unterschied von Gefühlen und Empfindungen. Doch weil nicht allen Kindern und Jugendlichen ihre Gefühle zugänglich sind, müssen wir darauf achten, ihr möglicherweise daraus resultierendes Gefühl, nicht normal zu sein, nicht zu verstärken. ‚Ich kenne nicht wenige Kinder, die Gefühle nicht spüren, weil das zu viel wäre, macht nichts. Für uns sind die Körperempfindungen das wichtige!‘