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Raw Blame History

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Umstände auch immer waren eine einzigartige Gefühlsbindung hatte, ist in der Regel traumatisch. Manche Trennungen sind durch die Umstände zusätzlich traumatisierend: Zum Beispiel Jana: Sie war fünf Jahre alt, als ihre Mutter zu Hause ins Koma fiel. Der Vater von Jana rief den Notarztwagen an, die Mama kam nie wieder. Jana hatte keinen Einfluss auf die Trennung, sie erlebte diese ohnmächtig. Jana fühlt sich schuldig am Tod ihrer Mutter.

Schuldgefühle begleiten viele Mädchen und Jungen, die Trennungen verarbeiten müssen. Weil sie selbst so schlimm sind, so ihre subjektive Sicht, haben die Eltern sie weggegeben. Traumatische Trennungen wirken vor allem auf das Bindungsverhalten. Neben Beziehungslosigkeit und Beziehungssucht werden als weitere Folgen Passivität, Abstumpfung, Depression bis hin zur → Suizidalität, verfrühtes Autonomiestreben, Selbstverwahrlosung und Prostitution beschrieben (Bowlby 1976; Maywald 1997). Für Mädchen und Jungen in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und in Pflegefamilien kommt der elterlichen Trennung, die meist der Fremdunterbringung vorausgeht, große Bedeutung zu. Nach der Jugendhilfestatistik Für das Jahr 2019 wird ein Anteil von 47 % Alleinerziehender an Fremdunterbringungen ausgewiesen (Berechnungen der Dortmunder Arbeitsstelle Kinderund Jugendhilfestatistik: Monitor Hilfen zur Erziehung 2021, Abruf 01.09.2023). anderen müssen neben der eigenen Trennung von den Eltern noch die Trennung der Eltern verarbeiten. Die Bedeutung einer Trennung hängt davon ab, wie groß der reale Verlust ist und welche Ängste dadurch reaktiviert werden. Sie hängt auch davon ab, welches Bewusstsein die Mädchen und Jungen über die Umstände der Trennung gewinnen, welche notwendigen Dinge ausgesprochen werden und wie der Umgang der Helfer*innen mit der betroffenen Familie aussieht. Die extremste Trennungserfahrung ist wie für Jana der Tod in der Kernfamilie. Meist bricht das ganze Familiengefüge zusammen. Trauer ist nur eine Herausforderung, mit der die Kinder zurechtkommen müssen. Möglicherweise übersehen die trauernden Eltern ihre Bedürfnisse. Möglicherweise werden Verhaltensweisen