2.6 KiB
256 Aus aktiv mitgesteuerten Interaktionsprozessen – bei der Bewältigung von Entwicklungsanforderungen/- aufgaben – entwickeln sich intrapsychische Repräsentationen (kognitive und emotionale Schemata), die i. S. einer handlungsleitenden Struktur (~Selbst) Verhalten steuern.
Symptome sind (dysfunktionale) Bewältigungsversuche; sie stellen eine Bilanz von Ressourcen und Belastungsfaktoren dar.
Menschen leben – als aktive Wesen – immer in sich selbst organisierenden Systemen. Diese befinden sich in einem (offenen) Austausch mit der Umwelt sowie einem ständigen Prozess zwischen Neuorientierung/ Veränderung und »Bewahrung« (Streben nach Homöostase).
Störungen sind ein Zeichen von (dysfunktionalen) Interaktionen im System (Familie); Indexklient übernimmt Funktion, um Gleichgewicht wiederherzustellen.
Menschen streben danach, zu wachsen und sich weiter zu entwickeln (Aktualisierungstendenz). Sie treten als autonome Wesen in Kontakt mit der (sozialen!) Umwelt, setzen sich mit dieser aktiv auseinander und machen Erfahrungen. Dadurch entwickelt sich die (handlungsleitende) Struktur des Selbst.
Störungen entstehen durch Widersprüche (Inkongruenzen) zwischen Selbst(‐aktualisierung) und Erfahrungen. Zentrale Bedeutung haben Beziehungser-
Ursprung: Menschliches Verhalten ist durch Lernprozesse verursacht S-O-R-C-K Klassische Konditionierung Operante Konditionierung (erstärkungslernen) Modell-Lernen Kognitive Verhaltenssteuerung Selbststeuerung/Selbstregulation Aktuelle VT: Grundlage ist die empirische Psychologie
Symptome entstehen durch problematische/ »falsche« Lernprozesse (→ genaue Bedingungsanalyse), in der neueren VT: Bio-psycho-soziales Ursachenmodell
Ursachen für seelische Störungen sind unbewusste Prozesse: Strukturstörungen (eingeschränkte/fragmentierte Ich-Entwicklung; diffuse Objektrepräsen-
Grundannahmen über die Entstehung seelischer Störungen
Allgemeine Psychotherapie
Menschliche Entwicklung wird durch Trieb(e) gesteuert; diese »besetzen« im Verlauf der Entwicklung unterschiedliche Körperregionen. Drei psychische Instanzen: ES (Triebrepräsentanzen), ICH (»Steuerung«, Verbindung innen-außen), ÜBER-ICH (Gewissen) stehen in einem Spannungsverhältnis. Im Verlauf der Entwicklung werden durch das ICH Beziehungen zu inneren und äußeren »Objekten« gestaltet und innerpsychisch repräsentiert.
Systemische Therapie
Humanistische (Personzentrierte) Psychologie
Verhaltenstherapie
Menschenbild, Entwicklungsprinzipien
Tiefenpsychologie/Psychoanalyse
Tab. 6.3: Grundkonzepte der unterschiedlichen Therapieschulen
6 Unterstützungs- und Begegnungsmöglichkeiten bei Verhaltensauffälligkeiten