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6.3 Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen
6.3
Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen23
6.3.1
Einführung: Traditionen der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Die Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen hat sich zwar zeitlich erst nach der Erwachsenenpsychotherapie entwickelt, mittlerweile aber eine lange und eigenständige Tradition. Die Entwicklung verlief (und verläuft) »parallel« zu den klassischen Therapieschulen; erst in den letzten Jahren wird versucht, die verschiedenen theoretischen Ansätze unter Konzepten einer »Allgemeinen Psychotherapie« zusammenzuführen. Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Traditionen in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (c Tab. 6.2): Tab. 6.2: Entwicklungslinien der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Therapieschule
»Urvater«/
- »mutter«
Begründer der KiJu-PT
(Aktuelle) deutsche Vertreter
Psychoanalyse/Tiefenpsychologie
Sigmund Freud Alfred Adler
Anna Freud (Rudolf Dreikurs)
A. Streeck-Fischer A. E. Stadler
Verhaltenstherapie
I. Pavlow B. F. Skinner A. Bandura A. T. Beck, A. Ellis
Person(Klienten) zentrierte Psychotherapie
Carl Rogers
Systemische Therapie
V. Satir S. Minuchin H. E. Richter (Analytische Richtung)
»Allgemeine Psychotherapie«
Klaus Grawe
U. Petermann, M. Borg-Laufs M. Döpfner S. Schneider Virginia Axline (»Spieltherapie«)
S. Schmidtchen, S. Weinberger, M. Behr D. Nuding A. v. Schlippe, J. Schweitzer, R. Retzlaff
Integrative PT: H. Petzol)
F. Resch, K. Fröhlich- Gildhoff
An das Konzept einer »Allgemeinen Psychotherapie für Kinder und Jugendliche« wird unterschiedlich herangegangen, daher sind die Vertreter in Klammern gesetzt. Um den Traditionen der Therapieschulen gerecht zu werden, sind im Folgenden zunächst die Grundkonzepte noch einmal zusammenfassend gegenübergestellt (c Tab. 6.3):
23 Dieser Beitrag geht von zwei Veröffentlichungen des Autors Fröhlich-Gildhoff (2006c, 2011) aus.
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