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5.3 Komplexe Auffälligkeiten
Die aktuellen Ergebnisse des Jahres 2019 der »Drogenaffinitätsstudie« (Orth & Merkel 2020) lassen sich – im Vergleich zu Vorstudien – wie folgt zusammenfassend darstellen (c Tab. 5.12): Alkoholkonsum Tab. 5.12: Alkoholkonsum bei Jugendlichen (vgl. BZgA 2004a, S. 5 f, BZgA 2012, Orth & Merkel 2020) männlich
weiblich
Konsum
gesamt 63,4 % der 12- bis 17-Jährigen und 94,9 % der 18- bis 25-Jährigen haben schon mindestens einmal Alkohol getrunken
Erstkonsum (MW)
14,1 J. (2004) 14,5 J. (2011)
14,2 J. (2004) 14,7 J. (2011)
Regelmäßiger Konsum
26 % (2011) 11,5 % (2019), 12 – 17 J. 41,9 % (2019), 18 – 25 J.
8 % (2011) 6,2 % (2019), 12 – 17 J. 21,8 % (2019), 18 – 25 J.
Rauschtrinken (mind. 1x/Monat)
43 % (2011)
25 % (2011)
2019: von den 12- bis 13-Jährigen haben 27,9 %, von den 14- bis 15Jährigen haben 70,2 % schon Alkohol getrunken
14,7 % der 12- bis 17-Jährigen (2019) 40,6 % der 18- bis 25-Jährigen (2019)
Alkohol ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen die am meisten verbreitete Droge. Allerdings geht der Trend des Alkoholkonsums und auch des Rauschtrinkens zurück. Es gibt signifikante Geschlechtsunterschiede: Jungen trinken früher, häufiger und intensiver Alkohol als Mädchen. »Bildungsunterschiede zeigen sich lediglich bei den 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen: Mit höherer Bildung geht ein verstärkter regelmäßiger Alkoholkonsum einher. Schließlich besteht ein Zusammenhang zwischen dem Migrationshintergrund und dem Alkoholkonsum. In der Altersgruppe der 12- bis 17- Jährigen haben im Vergleich zur Gruppe ohne Migrationshintergrund weniger Jugendliche mit osteuropäischem Migrationshintergrund Rauschtrinken praktiziert (Orth & Merkel 2020, S. 42); diese Korrelation gilt auch für Jugendliche mit anderem Migrationshintergrund. Illegale Drogen Aus der jüngsten »Drogenaffinitätsstudie der BzGA (Orth & Merkel 2020, S. 50) geht hervor, 209