2.2 KiB
5.3 Komplexe Auffälligkeiten
- Was sind wichtige Prinzipien einer pädagogischen Arbeit mit gewalttätigen Kindern und Jugendlichen? Weiterführende Literatur Fröhlich-Gildhoff, K. (2006). Gewalt begegnen. Konzepte und Projekte zur Prävention und Intervention. Stuttgart: Kohlhammer.
Auf der Grundlage des bio-psycho-sozialen Modells werden – nach der Betrachtung von Klassifikation und Epidemiologie – die Ursachen aggressiven bzw. gewalttätigen Verhaltens analysiert. Anschließend werden mehrere Interventions- und Präventionsprogramme dargestellt und auch Konzepte für den institutionellen Zusammenhang (z. B. für die Arbeit in Schulen) ausführlicher beschrieben. Deegener, G. & Körner, W. (Hrsg.) (2011). Gewalt und Aggression im Kindes- und Jugendalter. Weinheim: Beltz.
In diesem Herausgeberbuch werden aus der Perspektive verschiedener Autoren mit unterschiedlichen therapeutischen und theoretischen Hintergründen Epidemiologie und Ursachen von Aggression und Gewalt sowie (z. T. spezifische) Möglichkeiten der Begegnung mit aggressiven bzw. gewalttätigen Kindern und Jugendlichen beschrieben. Petermann, F., Döpfner, M., & Görtz-Dorten, A. (2016) Aggressiv-oppositionelles Verhalten im Kindesalter. Göttingen: Hogrefe.
Auf explizit wissenschaftlicher Grundlage werden Symptomatik, Komorbidität, Pathogenese, Verlauf und Therapie aggressiv-oppositioneller Störungen dargestellt sowie praktische Hinweise zu Diagnostik und Intervetionen gegeben.
5.3
Komplexe Auffälligkeiten
In diesem Kapitel sind drei Störungsbilder dargestellt, die durch eine Vielfalt oft dramatischer Symptome und Erscheinungsformen gekennzeichnet sind (Borderline-Persönlichkeitsentwicklungsstörung; Postttraumatische Belastungsstörung; Drogenmissbrauch und Drogenabhängigkeit). Sie sind verbunden mit »lang anhaltenden, tiefgreifenden dysfunktionalen und oft auch schwer zugänglichen, deshalb Leid verursachenden Problemlagen« (Adam & Peters 2003, S. 16). Zumindest die Grundlagen für diese Störungsbilder entstehen meist früh, oft schon im ersten Lebensjahr, so dass die Bewältigung späterer Belastungen und Anforderungen des Lebens problembehaftet oder auf dysfunktionale und auch selbstschädigende Weise erfolgt. 173