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Raw Blame History

5 Spezifische Formen von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen

• wie »Auszeiten«, also Abstandsphasen zwischen Eltern und dem Kind, umzusetzen sind und auch wie kommunikative Abläufe möglicherweise zu verändern sind, ohne dass es immer wieder zu Eskalationen kommt, • wie direkte eindeutige Rückmeldungen des Verhaltens an das Kind gegeben werden können, • wie die Wahrnehmung des Kindes vom Problemverhalten wieder auf die Stärken gerichtet werden kann. Das verhaltenstherapeutisch ausgerichtete »Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten« (THOP; Döpfner et al. 2002) bezieht ausdrücklich die Eltern in die Arbeit ein. Dabei werden »im Wesentlichen drei Strategien eingesetzt:

  1. der Aufbau positiver Erzieher-/Lehrer-Eltern- Kind-Interaktionen;
  2. die Anwendung positiver Verstärkungen, um vorgeschriebene Verhaltensprobleme zu vermindern;
  3. der geplante Einsatz von negativen Konsequenzen, wenn positive Verstärkung nicht hinreichend erfolgreich ist« (Döpfner 2000, S. 169). Das Programm umfasst folgende Bausteine: • »Problemdefinition, Entwicklung eines Störungskonzeptes und Behandlungsplanes • Förderung positiver Eltern-Kind-Interaktionen und Eltern-Kind-Beziehungen • Pädagogisch-therapeutische Intervention zur Vermeidung von impulsivem und oppositionellem Verhalten • Token-Systeme, response-cost und Auszeit • Interventionen bei spezifischen Verhaltensproblemen • Stabilisierung der Effekte« (ebd.). In einer systematischen Studie haben Grimm & Mackowiak (2006) das »Kompetenztraining für Eltern sozial auffälliger und aufmerksamkeitsgestörter Kinder (KES)« in verschiedenen Variationen evaluiert. Dabei zeigte sich, dass dieses Programm in seiner Standardversion von Lauth & Heubeck (2005) mit konkreten Rollenspielen und Verhaltensübungen die besten Effektstärken erreichte. Die Autorinnen konnten in ihrer Studie zeigen, dass das KES »als sekundär präventives Elterntraining, welches sich eng an den Problemen der Eltern in familiären Erziehungssituationen orientiert, eine effektive und effiziente Intervention zur Reduzierung von Belastungen und Stress in der Familie darstellt … [Es] hilft bei der (Um)Strukturierung familiärer Abläufe und regt zum Transfer der neu erworbenen Fertigkeiten in den Alltag an« (Grimm & Mackowiak 2006, S. 379).

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