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Raw Blame History

3 Allgemeines Modell der Entstehung von Verhaltensauffälligkeiten

Wahrnehmungen plus Affekte Erinnerungen Schemata 2. Ordnung W

E

(real gelebte Erfahrungen plus Bewertungen)

Erinnerungen

W1

E1

W2

E2

W3

E3

W4

E4

W5

E5

W6

E6

W7

E7

W8

E8

Schemata 1. Ordnung

RIG

(generalisierte Repräsentationen von Interaktionserfahrungen; RIGs) Schemata 1. Ordnung

SCH

(Selbst-StrukturElemente), Schemata 2. Ordnung

RIG 1 SCH 1

RIG 2 SCH 2 RIG 3

Abb. 3.2: Entstehung der »generalisierten Respräsentation von Inkongruenzerfahrungen« (RIGs) (aus Boeck-Singelmann, C., Ehlers, B., Hensel, T., Kemper, F. & MondenEngelhardt, C., 2001; mit freundlicher Genehmigung des Hogrefe Verlags)

3.3

Integratives bio-psycho-soziales Modell zur Erklärung von Verhaltensauffälligkeiten

Der im Folgenden dargestellte Erklärungsansatz für die Entstehung von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen basiert auf einem integrativen biopsycho-sozialen Modell, das sich insbesondere an den Erkenntnissen der klinischen Entwicklungspychologie (vgl. Oerter et al. 1999) bzw. der Entwicklungspsychopathologie (Petermann et al. 1998, 2004) orientiert. Das hier dargestellte Modell greift ebenfalls die entwicklungsorientierte Störungskonzeption von Fröhlich-Gildhoff & Hufnagel (1997, Hufnagel & Fröhlich-Gildhoff 2002) auf und entwickelt sie weiter. Dieses Modell geht zunächst allgemein davon aus, dass im Zusammenspiel zwischen biologischen Ausgangsbedingungen (c Kap. 3.3.1) und (früh)kindlichen (Beziehungs)Erfahrungen (c Kap. 3.3.2) sich die individuelle Selbststruktur (c Kap. 3.3.3) im Sinne eines Netzwerks handlungsleitender innerpsychischer Schemata herausbildet. Dieser Entwicklungsprozess ist wiederum abhängig von Risiko- und Schutzfaktoren (c Kap. 3.3.4), bei denen die sozialen Bedingungen und hier insbesondere die primären Bezugspersonen eine spezielle Bedeutung haben. Im 40