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Raw Blame History

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die eigene Entwicklung bewertet, wenn eine Balance zwischen professioneller Unterstützung, alltagspraktischer Begleitung und persönlicher Beziehung gegeben war.“ (Macsenaere/Esser 2015, S. 80). Sie wollen Zugehörigkeit herstellen. Ihr Wohlbefinden und ihre Leistungsmöglichkeit sind in hohem Maße von dem Gegenüber, d. h. von der Beziehung abhängig: „Die Bewertung des Heims ist daher im Wesentlichen mit der Bewertung der konkreten Beziehungen zu den Erziehern deckungsgleich“ (Wieland 1992, S. 97). Die exclusive Beziehung (vgl. 7.4) z. B. kann die Nachteile, bzw. Spannungen der institutionellen Bedingungen Schichtdienst, Pädagog*innenwechsel, Beziehung als Broterwerb teilweise ausgleichen. Jana ist nervtötend und anstrengend. Sie ist auch witzig, liebevoll und kreativ. Alle mögen Jana, die Wohngruppenleiterin, die Therapeutin, ihre Sozialarbeiterin im Jugendamt. Helferkonferenzen mit und über Jana zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie alle Regeln einer Zeitökonomie sprengen, weil es einfach Spaß macht, über und mit Jana, ihre Stärken und Einfälle zu reden.

Eine gute Bindung bedeutet nicht zwangsläufig die Investition von viel Zeit. Natürlich spielt Zeit eine Rolle, dennoch zeichnen sich gute Beziehungen in stationären Einrichtungen der Erziehungshilfen vor allem durch Respekt, Transparenz und Zuverlässigkeit aus.

7.2

Bindungserfahrungen besprechbar machen

Weil schädigende Bindungsmodelle weitergegeben werden meist über mehrere Generationen ist eine Unterbrechung durch eine bewusste Bearbeitung für nicht wenige Menschen wichtig. Mit Vorsicht und Behutsamkeit können Pädagog*innen die Kinder und Jugendlichen dabei unterstützen, ihre alten Bindungserfahrungen mit den aktuellen Bindungserfahrungen zu vergleichen. Wenn es gelingt, frühe Bindungserfahrungen bewusst kommunizierbar zu machen und emotionale Erfahrungen und negative Gefühle auf die Ebene sprachlicher Darstellung zu bringen, sind die Mädchen und Jungen diesen negativen Gefühlen nicht mehr hilflos ausgeliefert.