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Evidence: Anforderungen an professionelles Handeln – Kooperative Prozessgestaltung und weitere Professionalitätsentwürfe im Vergleich
Source document: praxis
Reference 1
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: Anforderungen an professionelles Handeln Kooperative Prozessgestaltung und weitere Professionalitätsentwürfe im Vergleich
- Pages: 18
- Lines: 217–217
- Quote: "In diesem Artikel werden verschiedene Konzepte von Professionalität miteinander verglichen mit dem Ziel, deren Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten und auf dieser Grundlage allgemeingültige Anforderungen an professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit zu formulieren. Ebenfalls wird aufgezeigt, wie das Konzept Kooperative Prozessgestaltung (KPG) diese Anforderungen berücksichtigt und welche Besonderheiten und Vorteile es gegenüber anderen Professionalitätsentwürfen hat."
Reference 2
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 2 Anforderungen an professionelles Handeln
- Pages: 21
- Lines: 239–239
- Quote: "zialen Arbeit angesehen werden. Die Strukturmerkmale bilden somit die Grundlage für professionelles Handeln. Dewe et al. bemängeln, die strukturellen Besonderheiten Sozialer Arbeit würden in Entwürfen professionellen Handelns zu wenig berücksichtigt (vgl. 2011:142). Die erste und wichtigste Anforderung an professionelles Handeln ist deshalb, die Strukturmerkmale zu kennen und mit den Widersprüchen umgehen zu können."
Reference 3
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: Autonomie vs. Abhängigkeit
- Pages: 24
- Lines: 271–271
- Quote: "Es fällt leichter sich nur an einem Pol zu orientieren, statt die Spannung und Zerrissenheit auszuhalten, sich mal mehr beim einen, mal mehr beim anderen Pol zu bewegen. Es wird vergessen, dass es immer die Möglichkeit gibt, »auf zwei Seiten des Pferdes herunterzufallen«. Durch die Verschleierung der Paradoxien kommt es zu unnötigen Schwierigkeiten für Professionelle und Klientel (vgl. ebd.)."
Reference 4
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 2.2 Professionalitätsentwürfe
- Pages: 26
- Lines: 298–298
- Quote: "Wissen, Kompetenz, Habitus und Identität sind miteinander verwobene Elemente von Professionalität, die sich nicht voneinander trennen lassen und sich gegenseitig bedingen (vgl. ebd.:26). Reflexivität wird dabei explizit als verbindende und äusserst wichtige Komponente benannt (vgl. ebd.:14). In einer Studie zu den Handlungsproblemen von Studierenden und ihrer Habitusbildung wurden vier Hauptprobleme herausgearbeitet."
Reference 5
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 2.3 Zentrale Kompetenzen und Grundhaltung
- Pages: 29
- Lines: 346–346
- Quote: "Nachfolgend werden die vorgestellten Anforderungen an professionelles Handeln zur besseren Übersicht noch stärker komprimiert und zu zwei übergeordneten Kategorien zusammengefasst. Es liegt bereits eine Unterteilung in verschiedene Bereiche und Kategorien vor, beispielsweise Können, Wissen, Haltung, Kompetenz, Habitus, Identität, Fähigkeiten, Fall- und Managementebene oder Bereichs- und Prozessbezogenheit."
Reference 6
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 2.4 Strukturierung des Handelns
- Pages: 32
- Lines: 393–393
- Quote: "Der Entwurf von Stimmer ist weitaus umfangreicher und scheint die Anforderungen grundsätzlich zu berücksichtigen (siehe Abb. 3). Lediglich die Kooperation auf der Fachebene ist nicht explizit enthalten. Ein Arbeitsbündnis mit Klientinnen und Klienten zu schliessen, wird allerdings nicht nur zu Beginn, sondern auch im Verlauf einer Zusammenarbeit immer wieder nötig sein."
Reference 7
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 2.4 Strukturierung des Handelns
- Pages: 36
- Lines: 428–428
- Quote: "Bei Michel-Schwartze wird von vier verschiedenen Arbeitsebenen ausgegangen, auf denen man sich gleichzeitig bewegt."
Reference 8
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: Beim Konzept KPG nach Hochuli Freund/Stotz geht es um
- Pages: 38
- Lines: 452–452
- Quote: "Werden die Modelle einander gegenüberstellt, lässt sich abschliessend feststellen, dass diese im Grossen und Ganzen sehr ähnlich sind, sich aber bezüglich Umfang der Ausführungen sowie individueller Schwerpunktsetzung unterscheiden. Possehl hält beim Vergleich verschiedener Phasenmodelle fest, dass diverse Begrifflichkeiten für die gleichen Sachverhalte genutzt werden und manche Schritte je nach Modell stärker aufgegliedert, zusammengefasst oder ausgelassen werden (vgl. 2009:123)."
Reference 9
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: Verschränkung von Theorie und Praxis
- Pages: 41
- Lines: 484–484
- Quote: "Die Publikation › Kooperative Prozessgestaltung ‹ wurde als Lehrbuch konzipiert mit dem Anspruch, Studierende und praktisch tätige Personen zu erreichen sowie als Nachschlagwerk zu fungieren (vgl. Hochuli Freund/Stotz 2015:18). Praktikerinnen und Praktiker sollen im Stande sein, die Methodik nachzuvollziehen und anzuwenden. Ebenso muss sie einer genaueren Überprüfung im Diskurs standhalten, und dem state of the art gerecht werden. Eine Ausgewogen-"
Reference 10
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 3.2 Ausdifferenzierung der analytischen Phase und neue Diagnose-Methode
- Pages: 44
- Lines: 508–508
- Quote: "Die bei KPG vorgenommene Aufteilung schafft begriffliche Klarheit und arbeitet wichtige inhaltliche Unterschiede heraus. Sie ermöglicht es, die Bereiche eindeutig voneinander abzugrenzen, und stellt für jeden der Schritte Qualitätsmerkmale auf (siehe Abb. 10). Eine solche schrittweise Trennung ist von grosser Bedeutung für das professionelle Handeln, um zu gewährleisten, dass nicht einzelne Schritte, z. B. das Verstehen, versehentlich ausgelassen werden."
Reference 11
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Anforderungen an professionelles Handeln
- Section: 1 Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten
- Pages: 19
- Lines: 223–224
- Quote: "Professionalität wird »als gekonnte Beruflichkeit, als Ausdruck qualitativ hochwertiger Arbeit bewertet, vorausgesetzt oder angestrebt« (Busse/Ehlert 2012:85). Professionalität dient auch als Unterscheidungs- und Gütekriterium gegenüber Laien und Nichtfachkräften, um »richtiges oder gutes berufliches Handeln von falschem oder schlechtem Handeln abzugrenzen« (ebd.)."
Reference 12
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Anforderungen an professionelles Handeln
- Section: 1 Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten
- Pages: 20
- Lines: 228–230
- Quote: "Becker-Lenz und Müller kommen zum Urteil, dass immer noch unklar zu sein scheint, welche Vorgehensweisen im beruflichen Kontext der Sozialen Arbeit als professionell eingestuft werden können (vgl. 2009:9). »Es könnte dann in der Praxis im schlimmsten Fall eine relative Unverbindlichkeit und Beliebigkeit im professionellen Handeln festzustellen sein« (ebd.)."
Reference 13
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Anforderungen an professionelles Handeln
- Section: Standardisierung vs. Offenheit
- Pages: 23
- Lines: 258–260
- Quote: "Im Unterschied zu anderen Berufen unterliegt das Handeln in der Sozialen Arbeit einer begrenzten Standardisierbarkeit. Es gibt keine absolute Methode, mit der sich alle Herausforderungen bewältigen lassen (vgl. Galuske 2013:57). Es ist nicht möglich, strikt nach Plan oder Anleitung vorzugehen. Vollkommen frei und offen zu agieren, hat hingegen nichts mehr mit geplantem und professionellem Handeln zu tun (vgl. Hochuli Freund/Stotz 2015:55)."
Reference 14
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Anforderungen an professionelles Handeln
- Section: Autonomie vs. Abhängigkeit
- Pages: 24
- Lines: 266–268
- Quote: "Sozialer Arbeit kommt damit eine paradoxe und sensible Aufgabe zu. Durch einen Autonomieeingriff soll Autonomie wiedererlangt werden. Auf diesem Hintergrund ist es zwingend erforderlich, eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, um an einem Strang in die gleiche Richtung zu ziehen (vgl. ebd.:57)."
Reference 15
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Anforderungen an professionelles Handeln
- Section: 2.2 Professionalitätsentwürfe
- Pages: 25
- Lines: 282–283
- Quote: "Hiltrud von Spiegel fasst die aus ihrer Sicht wichtigsten Handlungskompetenzen zu Oberbegriffen zusammen. Diese bezeichnet sie als die drei Dimensionen -Können, Wissen und berufliche Haltungen."
Reference 16
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Anforderungen an professionelles Handeln
- Section: Grundhaltung/Habitus
- Pages: 30
- Lines: 357–359
- Quote: "Es ist nicht möglich, die Kompetenzen nur technisch anzuwenden, und es braucht ein verbindendes, leitendes Element als Grundlage, um in der Praxis danach zu handeln."
Reference 17
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Anforderungen an professionelles Handeln
- Section: Beim Konzept KPG nach Hochuli Freund/Stotz geht es um
- Pages: 37
- Lines: 442–444
- Quote: "Das Modell besteht aus sieben Teilschritten -Situationserfassung, Analyse, Diagnose, Zielsetzung, Interventionsplanung, Interventionsdurchführung und Evaluation -und zwei Ebenen der Zusammenarbeit mit Klientinnen, Klienten und Fachkräften, die sich über den gesamten Prozess erstrecken"
Reference 18
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Anforderungen an professionelles Handeln
- Section: Zwischenfazit
- Pages: 39
- Lines: 464–466
- Quote: "Aus der Analyse der Gemeinsamkeiten von verschiedenen Professionalitätsentwürfen können folgende Anforderungen an professionelles Handeln abgeleitet werden, welche die fachliche Qualität in der Sozialen Arbeit ausmachen:"