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6.6.2.6Primärperspektive Subsystem-System-UmweltBeziehungen
Bei dieser Perspektive geht es um den ökologischen Aspekt des
systemischen Ansatzes: Ein System steht mit seiner Umwelt, die wiederum
aus Systemen besteht, in einem kommunikativen und materiellen
Austausch. Es ist zugleich Umwelt und integrierender Rahmen für seine
Teilsysteme. Im Sinne des ökologischen Paradigmas ist es erforderlich, dass
dieser Subsystem-System-Umwelt-Austausch zu einer Balance zwischen
diesen drei Bereichen führt und ihre innere Stabilität aufgrund ihrer
gemeinsamen Entwicklung und Veränderung (Koevolution) ermöglicht.
Um die Komplexität dieser Austauschbeziehungen zu erfassen, ist ihre
Visualisierung im ökosozialen Systembild sehr hilfreich. Seine theoretische
Basis ist das ökosoziale Modell der Systemebenen (siehe 3.1).
In seiner ersten Variante wird das Mikrosystem Familie mit einzelnen
formellen und informellen Unterstützungssystemen seines Umfeldes in
Beziehung gesetzt (Abbildung 34). Es wird in erster Linie die Bildung von
Mesosystemen beleuchtet, an denen das Mikrosystem Familie beteiligt ist.
Exosysteme wie das Jugend- oder Sozialamt kommen in diesem Modell
dann ins Spiel, wenn sie über ihre Repräsentantinnen einen konkreten
längerfristigen Kontakt mit dem Mikrosystem Familie und den mit ihm
gebildeten Mesosystemen herstellen. Diese Repräsentantinnen treten dann
aus dem anonymen Kontext eines Exosystems heraus und bilden selbst ein
Mesosystem, in dem sie, die Familie und eventuell noch andere für die
Familie wichtige Systeme vertreten sind. Durch den Gebrauch der Symbole
für die Einschätzung der Beziehungsqualitäten wird ein weiterer Aspekt der
Systemvernetzung eingeführt.
Eine zweite Variante des ökosozialen Systembildes umfasst alle vier
Ebenen des Modells von Bronfenbrenner. Es stellt ihre Verknüpfung dar und
ermöglicht es, die personalen und normativen Systeme der sozialen
Umwelt bis hin zum Makrosystem mit der Familie in Beziehung zu setzen.14