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Raw Blame History

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gegeben, sondern sie sind auch mit dem Schmerz in Verbindung gegangen. Sie erlebten, dass sie nicht der Schmerz und die Verletzung sind.“ (Weiß/Sauerer 2018a, S. 94). Und sie haben durch die Zeugenschaft der Anderen ihre Lebensleistung schätzen können. Die gemeinsame Verständigung ermöglicht ein Überschreiben der traumatischen Erfahrungen. Unsere Expertinnen für herausfordernde Lebensumstände und die Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs haben unendlich viel zur Veränderung der Sicht auf Traumabewältigung beigetragen. Sie haben über die Bedeutung der Anerkennung der Lebensleistung berichtet. Und dass man sich einsam fühlt, wenn man nicht verstanden wird. Sie haben formuliert, dass viele Menschen für sich schauen, weil sie selbst verletzt sind. Sie haben erzählt von der Bedeutung des Verstanden-Werdens, des Selbst-Verstehens und des Gemeinsam-Verstehens. Sie haben Mitgefühl füreinander und für andere, z. B. die Menschen aus Armutsund Kriegsgebieten gezeigt. Sie haben darauf aufmerksam gemacht, dass ein zentrales Grundgefühl ihr Gefühl, nicht normal zu sein, ist. Sie beschreiben, wie die Gesellschaft wirkt: „Sie klauen unser Unbewusstes“, so beschreibt eine junge Frau im Expertinnenrat ihr individuelles Erleben und meint damit, dass die Seelen besetzt und enteignet werden. Sie fordern gesellschaftliche Anerkennung: „[…] dass es überhaupt in die Köpfe der Gesellschaft gelangt, was Missbrauch bedeutet […] Dass sie vielleicht auch da Verantwortung übernehmen.“ (Kavemann et al. 2019, S. 41). Sie hatten und haben die Räume zum Selbst-Verstehen, zum Gemeinsam-Verstehen und zur Anerkennung des Schmerzes und der Lebenskraft wie z. B. auch die Autorinnen von Hey, ich bin normal während der Zeit der Entstehung des Buches oder während der Treffen der Expertinnen im Expertinnenrat des Fachverbandes Traumapädagogik. Mädchen und Jungen, denen Fachwissen z. B. zur Stressregulation bereitgestellt wird, und Gesprächskreise ehemaliger Heimkinder ermöglichen eine gemeinsame Verständigung über das Überlebte (Gahleitner 2009). Manche Heimräte sind solche Räume. Mädchen und Jungen aus herausfordernden Lebensumständen, die sich mit ihren Bezugsmenschen an Aktivitäten gegen strukturelle Gewalt jeglicher Art beteiligen, die Care leaver mit ihren Aktionen oder Jugendliche bei Jugend ohne Grenzen schaffen solche Räume oder