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C Der gute Umgang der Profis
Daß die Vögel der Sorge und des Kummers
über Deinem Haupte fliegen,
kannst Du nicht ändern.
Aber daß sie Nester in Deinem Haar bauen,
das kannst Du verhindern.
(Chinesisches Sprichwort)
1999 beschäftigte ich mich in einer kleinen Untersuchung mit den
Belastungsfaktoren der pädagogischen Begleitung von Mädchen und
Jungen aus herausfordernden Lebensumständen. Ich war damals
sehr beeindruckt über die Tiefe, von der sie berichteten. Und es
wurde mir sehr deutlich, wie eng ihre Wirkkraft mit ihren Möglichkeiten und Belastungen verknüpft ist. Es ist also folgerichtig, dass
die Pädagog*innen in eine „[…] traumapädagogische Konzeption
integriert sind und sich selbst auch glaubhaft als solche verstehen
und erleben. Nur so werden die eigene Sicherheit, Stabilisierung und
Selbstwirksamkeit erlebbar und kann als pädagogische Haltung im
Umgang mit den Kindern verinnerlicht werden.“ (Lang 2013, S. 222)
Oft genug erlebe ich auch heute, wie fachliche Unkenntnis
über traumaspezifische Erinnerungsebenen zur Ausgrenzung der
schon genug belasteten Mädchen und Jungen und in Folge auch
zu Zweifeln an der pädagogischen Identität und Resignation der
Pädagog*innen führen kann. Immer noch liegen wenig gesicherte
Erkenntnisse vor, welches Verhalten der Kinder und Jugendlichen
zu besonderen Belastungen der sie betreuenden Pädagog*innen
führt. Und weil die Bindungspersonen der zentrale Schlüssel für die
Wirkung der stationären Jugendhilfe sind (Macsenaere/Esser 2015,
S. 81), ist der Blick auf ihre Belastungen und auf die Möglichkeiten
von kompensatorischen Schutzmaßnahmen nötig.
Die Arbeit mit traumatisierten Mädchen und Jungen birgt spezifische Gefahren und Belastungen (14). Wenn die Pädagog*innen
diese reflektieren und sich weitere Grundkompetenzen aneignen,