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Raw Blame History

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12.2 Schutz vor Retraumatisierungen durch Eltern Die Jugendhilfe hat immer noch zu wenig Erfahrung mit Elternarbeit, die Eltern mit dem, was sie getan haben, konfrontiert. Da missbrauchende und Missbrauch duldende Eltern bedeutenden Einfluss auf die Verarbeitung von Traumata haben, kann Jugendhilfe mit diesem Zustand von Elternarbeit nicht zufrieden sein. Ziele und Möglichkeiten einer Elterntäterarbeit müssen ausprobiert werden. Natürlich kann es nicht per se darum gehen, die Familie zu entmachten. Doch nur der offene Umgang mit der Thematik Gewalt gegen Kinder ist ein sicherer Weg, nicht zu Kumpanen der Verleugnung zu werden. Nur eine traumainformierte Planung von Besuchskontakten und Rückführungen minimiert die Gefahr erneuter Traumatisierungen.

Traumainformierte Interventionen

Ina und Inas Eltern sind zu einer Helferinnenkonferenz eingeladen. Sie haben eine Familienhelferin. Eine Vermutung sexueller Gewalt steht im Raum. Ina hatte es in der Schule angedeutet. Doch niemand thematisiert dies. Ina schaut von einem zum anderen, sie erlebt die Helferinnen als hilflos. Der Vater geht grinsend mit seiner Frau nach Hause. Ina wird kaum noch mal reden. Die Familienhelferin bekommt danach übrigens keinen Zugang mehr.

Das zuständige Jugendamt hat keine reflektierte Strategie im Umgang mit Vermutungen sexueller Gewalt, keine kollegiale Beratung oder Kontakt mit einer Beratungsstelle. Der Vater weiß das Jugendamt mit dem Vorwurf übler Nachrede einzuschüchtern. Die Mutter kann nicht erreicht werden, bzw. es wird nicht versucht. Inas Ruf nach Hilfe scheitert tragisch. In einigen Jugendämtern gibt es Handlungsanleitungen im Kontext sexueller Gewalt, erfahrene Kolleg*innen und Beratungsteams, doch nicht flächendeckend. Das ist erschütternd, wissen wir doch ausreichend von den lebenslangen dramatischen Folgen. Und es ist auch erstaunlich, weil ausreichendes Fachwissen vorliegt. Im