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haben und nicht ‚schlecht‘ sind, entsteht eine Atmosphäre, in der
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die Kinder reden können. Wenn die Mädchen und Jungen von der
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Verantwortlichkeit der Täter und Täterinnen und von der Mitverantwortlichkeit der die sexualisierte Gewalt duldenden Erwachsenen
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erfahren, können sie von der individuellen Schuld abstrahieren.
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Schon mit diesen Aussagen korrigieren Pädagog*innen belastende
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Grundgefühle und verwirrte Normen sexuell traumatisierter
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Mädchen und Jungen. Mithilfe von Fernseh- oder Zeitungsberichten
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können folgende Botschaften transportiert werden: ‚Ja, das gibt es
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öfter, die Erwachsenen haben Schuld, obwohl sich die Kinder schuldig
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fühlen. Meist sind sie in ein Geheimnis eingebunden oder die Erwachsenen drohen mit etwas, was den Kindern sehr große Angst
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macht.‘ Diese Grundorientierungen eröffnen den Mädchen und
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Jungen ein korrigierendes Verstehen ihrer Lebensgeschichte. Sie
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hören, es gibt Erwachsene, die davon wissen. Indem Pädagog*innen
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obige Positionen formulieren, lernen die Kinder und Jugendlichen
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die Haltung der Bezugspersonen kennen. Dies ist ein Türöffner,
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der ihnen ermöglichen kann, über das zu reden, was sie überstehen
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mussten.
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Enttabuisierung von sexueller Gewalt in der Pädagogik bedeutet
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die Vermittlung von Wissen über die Dynamik, über mögliche Missbraucher und deren Strategien. Die Berücksichtigung der Schuldgefühle der Kinder, der Sprachlosigkeit und Ambivalenzen durch
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Sätze wie: ‚Die meisten Kinder denken, sie sind schuld. Das ist so, weil
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der Vater das so gesagt hat oder weil der Opa etwas geschenkt hat etc.‘,
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entlasten von Schuldgefühlen, sortieren Ambivalenzen und helfen
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bei Sprachlosigkeit. Diese Enttabuisierung ist auch im gruppenpädagogischen Rahmen möglich, für betroffene Kinder bei guter
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Vorbereitung eher Schutz als Belastung. Das gilt dann, wenn ein
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bohrendes Nachfragen vermieden wird. Manchmal ist es notwendig,
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Grenzen zu setzen. Es gibt auch falsche Orte und den falschen Zeitpunkt zur Offenlegung der eigenen Leidensgeschichte. Wenn ein
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Kind seine ganze Geschichte erzählt, fühlt es sich möglicherweise
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auch den Pädagog*innen gegenüber schlecht und beschmutzt. Es
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besteht die Gefahr, dass sie zu viel oder an Orten und zu Zeiten über
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Details berichten, die für sie und die anderen Kinder schädigend
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