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notwendig, damit das Kind seine alten Beziehungserfahrungen bearbeiten und korrigierende Erfahrungen machen kann. Unsere Gegenreaktionen spiegeln die Situation des Kindes wider. Eine sorgfältige Reflexion trägt zum Verstehen der Kinder und Jugendlichen bei und sollte immer auch Teil der Teamsitzungen sein. In den Teams kann das Besprechen der Gegenreaktionen (14.3) durch die ‚Gegenreaktion der Woche‘ – eine Pädagog*in benennt eine Gegenreaktion und sie verstehen und versorgen die körperliche Entsprechung gemeinsam – die Sicherheit im Umgang mit belastenden Gegenreaktionen stärken. Das minimiert die Gefahr eines Bindungsabbruchs durch unreflektierte Gegenreaktionen.
Flashbacks/Rückblenden minimieren und beenden
Wird ein Kind, das beim Ausziehen immerzu in großer Angst schreit, festgehalten und gezwungen, sich umzuziehen und ins Bett zu gehen? Oder sehen die Pädagog*innen sein Schreien möglicherweise als ein Hinweis auf eine angstbesetzte Situation oder auf eine Rückblende und versuchen, Angst zu minimieren? Wir werden traumatische Erinnerungen, Flashbacks nicht vermeiden können. Wir können helfen, die Auslöser zu minimieren, und die Kinder über die Wirkungsweise dieser Erinnerungen aufklären. Wir können die Kinder hierauf vorbereiten und sie dabei unterstützen, → Intrusionen mit geringerer subjektiver Belastung und ein Mehr an Selbstkontrolle hinsichtlich der Erinnerungsebenen zu erleben. Auslöser von Flashbacks, schlechte Erinnerungen können in der Anfangszeit behutsam erfragt und Möglichkeiten der Kontrolle mit dem Mädchen, dem Jungen erarbeitet werden. Um die Mädchen und Jungen vor der schlechten Erlebniswelt der alten Traumata zu schützen, sind Kenntnisse und die Anwendung von Regeln zur Begrenzung von Flashbacks notwendig. Der zwölfjährige Tom kennt seinen Trigger, er kann ihn immer wieder auch ausbremsen: