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Raw Blame History

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anzugehen und als solches zu benennen (vgl. Finkel 1998, S. 384). Auch aus Untersuchungen von Erwachsenen im Zusammenhang mit sexueller Gewalt wissen wir von dem Zusammenhang von kognitiver Bewältigung und gelingenderer Lebensgestaltung (vgl. Spaccaralli/Fuchs 1998). Eine kognitive Umstrukturierung dürfte zeitweilig eine größere Belastung darstellen, langfristig gerade bei Kindern einen höheren Nutzen bewirken, da die Abwehr nicht selten noch nicht so zementiert ist. Aus diesem Grunde kümmern sich viele Einrichtungen und Pflegestellen um Biografiearbeit, die nach meiner Erfahrung eine zentrale Verbindung von Herkunft, Gegenwart und Zukunft schaffen kann. Die Biografiearbeit Kinder, die bei leiblichen Eltern aufwachsen, haben normalerweise genügend Gelegenheit, etwas über die Vergangenheit zu erfahren. Vergangenheit spielt im Familienalltag eine Rolle. Kindern in fremden Familien und im Heim ist die Vergangenheit nicht natürlicherweise zugänglich, sie wachsen oft ohne sie auf, äußerlich wie davon abgeschnitten, es wird nicht darüber geredet. Mit der Methode Biografiearbeit wird ein Minimum an Verstehen der eigenen Geschichte erreicht, sie erfordert keine therapeutische Ausbildung und ist keine therapeutische Arbeit. Ein wichtiges Ziel der Arbeit ist es, dass die Kinder ihre Herkunft akzeptieren können. Das setzt voraus, dass die Betreuungspersonen das Milieu der Mädchen und Jungen und deren soziale Orientierung kennen und sich hineinversetzen können. Ziele von Biografiearbeit Dem Kind zur Kenntnis und Annahme seiner Biografie verhelfen. Gemeinsame Betrachtung und Bewertung von biografischen Fakten. Zeitliche Kontinuität erarbeiten. Verknüpfung der verschiedenen Lebensorte, Verständnis für Trennung schaffen. Kenntnis der Herkunftsfamilie. (Wer gehört dazu, was ist ihre Besonderheit, welchen Platz hat das Kind?) Persönliche Identität erarbeiten. Von Gefühlen von Schuld und Scham entlasten.