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Raw Blame History

59 Für Expertinnen Autorinnenkollektiv „Jugendliche ohne Grenzen“ (2018): Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation. Erfahrungen junger Geflüchteter. Göttingen. Allgemein zu Belastungsfaktoren Dexheimer. A. (Hrsg.) (2017): Belastungsfaktoren. In: Jugendhilfe 4/2017. Helfer, M. E./Kempe, R. S./Krugmann, R. D. (2002): Das misshandelte Kind. Körperliche und psychische Gewalt. Sexueller Missbrauch. Gedeihstörungen. Münchhausen-by-proxy-Syndrom. Vernachlässigung. Frankfurt/M. Zu Kinder in Krisen und Katastrophen absolut lesenswert Karutz, H./Juen, B./Kratzer, D./Warger, R. (Hrsg.) (2017): Kinder in Krisen und Katastrophen. Spezielle Aspekte psychosozialer Notfallversorgung. Innsbruck.

Die Mittler-Faktoren der Bewältigung

Kinder verarbeiten Traumata unterschiedlich. Die Chancen der Verarbeitung hängen von den Mittlerfaktoren und den protektiven Faktoren ab. Mittlerfaktoren sind die Umstände, unter denen sich das Geschehen abspielt. Protektive, d. h. schützende Faktoren, verbessern die Möglichkeiten der Anpassung an die traumatisierende Umgebung und der späteren Heilung. Alter und Entwicklungsstand der Ich-Funktion sind von wesentlicher Bedeutung für die Verarbeitung. Kindheitstraumata richten bei jüngeren Kindern den größten Schaden an. Eine frühe Traumatisierung beeinträchtigt das Kind in einer prägenden Zeit: Misshandlung in der frühen Kindheit gefährdet die Entwicklung der Bindungsbeziehungen, des Selbst und der Regulation und Integration des emotionalen, kognitiven, motivationalen und sozialen Verhaltens (Bender/ Lösel 2002). So können z. B. Säuglinge und Kleinkinder, deren IchFunktion noch nicht vorhanden ist, Traumata nicht abspalten, verdrängen oder gegen andere Erfahrungen abgrenzen. Sehr frühe Traumatisierungen sind nicht psychisch präsent, sie werden körpernah als innere Spannung und Unruhe erlebt, man spricht dann von einer traumatischen Identitätsbildung (Diepold 1996). Auch die Chronizität der Ereignisse, ob es sich um eine einmalige traumatische Situation handelt oder ob sich die Traumata ständig wiederholen, die familiären Beziehungen und die Bindung