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Die Gefahr der Reviktimisierung
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Vor allem aber gilt eine Vorgeschichte sexueller Gewalt als stärkster
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Risikofaktor für erneute Erfahrungen sexueller Gewalt im späteren
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Leben. Es ist anzunehmen, dass für Mädchen und Jungen aus
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herausfordernden Lebensumständen die Gefahr einer erneuten
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Viktimisierung höher ist als bei anderen Kindern (Helfferich/
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Kavemann/Kindler/Nagel/Schürmann-Ebenfeld 2017), zumindest
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für jugendliche Mädchen. Dabei geht die sexuelle Gewalt auch von
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Jugendlichen aus. Mädchen, die in der Kindheit sexuelle Gewalt
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überstehen mussten, erleben nicht selten sexuelle Übergriffe in
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intimen Beziehungen. Forschungen zu sexueller Gewalt belegen,
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dass das Leben in einer stationären Einrichtung der Jugendhilfe ein
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überdurchschnittliches Risiko, sexuelle Gewalt zu erleben, bedeutet
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(Kindler et al. 2018).
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Literaturtipps
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Enders, U. (1990/2011): Zart war ich, bitter war’s. Köln.
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Bange, D./Körner, W. (Hrsg.) (2002): Handwörterbuch Sexueller Missbrauch.
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Göttingen.
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Kavemann/Nagel/Doll/Helfferich (2019): „Erwartungen Betroffener sexuellen
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Kindesmissbrauchs an gesellschaftliche Aufarbeitung“ Geschichten, die zählen.
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https://www.aufarbeitungskommission.de
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Umfassend zu sexueller Gewalt in pädagogischen Institutionen
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Retkowski, A./Treibel, A./Tuider, E. (Hrsg.) (2018): Handbuch Sexualisierte Gewalt
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und pädagogische Kontexte. Weinheim und Basel.
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1.6
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Die traumatische Trennung
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Trennungen gehören zur Lebenserfahrung jedes Menschen. Das
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Leben beginnt mit einer Trennung und zwischen Geburt und
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Tod liegen vielerlei Trennungen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen. Trennungen können auch eine Voraussetzung für
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bessere Lebensqualität sein. Für Kinder – und hier gilt: je jünger, je
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schwerer – werden Trennungen eher zum Trauma. Ob dies so eintrifft, hängt von den Umständen ab. Die Trennung von den engsten
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Bezugspersonen, von den Menschen, zu denen das Kind – wie die
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