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Der Fachverband als Forum zur Weiterentwicklung und Verbreitung der Traumapädagogik
Fachverband Traumapädagogik e. V. Das Netzwerk für Traumapädagoginnen und Expertinnen – »Traumapädagogik kann man nicht alleine machen« Heiner van Mil und Thomas Wahle
Der Fachverband Traumapädagogik e. V. wurde 2008 unter dem Namen Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Traumapädagogik auf Initiative von Martin Kühn und Wilma Weiß gegründet. Seither bildet er im deutschsprachigen Raum ein zentrales Netzwerk für traumapädagogisch tätige Menschen und bietet damit einen Rahmen für die Weiterentwicklung und Verbreitung der Fachrichtung Traumapädagogik. Dem Verband gehören aktuell weit über 400 institutionelle und Einzel-Mitglieder aus vielen Bereichen der Psycho-Sozialen Arbeit an (u. a. aus Jugendhilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Jugendberufshilfe). Viele von ihnen engagieren sich in einer der zahlreichen Arbeits- und Projektgruppen (Übersicht bei Basedow/van Mil 2023). Im Folgenden sollen einige zentrale Funktionen des Fachverbands in den Blick genommen werden.
Der Fachverband als Forum zur Weiterentwicklung und Verbreitung der Traumapädagogik Ein zentrales Ziel des Fachverbands war es von Beginn an, Fachmenschen in der Praxis der Sozialen Arbeit/Pädagogik mit Wissen zu versorgen, welches ihnen und den Menschen, mit denen sie arbeiten, den Alltag erleichtert; u. a. sollen sichere Orte zum Standard und haltungsbasiertes gemeinsames Verstehen auf ein neues Niveau gebracht werden. Bereits die enorme Zahl an Veröffentlichungen, welche kaum mehr überblickt werden kann, zeigt, dass sich die Traumapädagogik im deutschsprachigen Raum inzwischen etabliert hat. Dabei ist die Fachrichtung dynamisch, wächst schnell und differenziert sich aus (van Mil 2023). Der Fachverband spannt an vielen Stellen einen Rahmen auf, innerhalb dessen sich traumapädagogische Fachmenschen aus Praxis und Wissenschaft zusammenschließen und gemeinsam an der Weiterentwicklung und Verbreitung der Traumapädagogik arbeiten. Dies geschieht entlang des jeweils aktuellen Forschungsstandes und auf Basis eines breiten ethischen Diskurses. Handlungsleitend ist stets die Frage danach, welche Beziehungsangebote, sichernden Strukturen und Handlungskonzepte (nicht
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