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Forschung und Qualitätssicherung

Traumapädagogische Forschung umfasst folglich zum einen die (Weiter-)Entwicklung traumapädagogischer Wissensbestände, Grundhaltungen und Vorgehensweisen entlang von Grundlagenforschung und angewandter Forschung aus den Bereichen Soziale Arbeit und Bildung, zum anderen die Ableitung traumapädagogischer Methoden aus psychotraumatologischer Grundlagenforschung und angewandter Forschung, epidemiologischer Forschung zur Häufigkeit (Prävalenz) von traumatischen Erlebnissen, zu Symptomen von Traumafolgestörungen und ihren Korrelaten sowie theoriebildende Forschung zum spezifischen pädagogischen Bedarf von komplex traumatisierten Klient*innen und ihren Familiensystemen. Insbesondere aus der aktuellen Diskussion des bestehenden Fachpersonenmangels bedarf es hier mindestens im gleichen Maße auch epidemiologischer Studien zur Mitarbeitendenbelastung. Auch Wirkungsforschung und Evaluation von traumapädagogischen Konzepten auf der Ebene der Organisation, der Fachpersonen, der zuweisenden Behörden, der Kooperationen sowie Netzwerke in der psychosozialen Hilfelandschaft, der gesellschaftspolitischen Entwicklungen als normativer Rahmen und der Ausbildungsforschung gehört zu den Aufgaben einer sinnvollen Forschung im traumapädagogischen Bereich. In ihrer Forschungsorientierung muss traumapädagogische Forschung folglich eine große Methodenflexibilität mitbringen, was wiederum Transdisziplinarität bezüglich Haltung und Wissen der forschenden Mitarbeitenden erfordert. Diesen notwendigen Forschungsperspektiven stehen jedoch auch Probleme gegenüber, die im folgenden Abschnitt zusammen mit einigen Lösungsvorschlägen diskutiert werden.

Wie sollte beforscht werden? Ziel der Forschung im Bereich der Traumapädagogik ist die Optimierung von Hilfeprozessen durch die Erhöhung der emotionalen Stabilität und der Selbstwirksamkeit aller an diesem Prozess Beteiligten, also der Klient*innen und ihrer Familiensysteme sowie aller Mitarbeitenden. Die Empirie muss sich folglich primär um die Erforschung der dafür erforderlichen Grundlagen und der Hilfepraxis ranken. Bisher mangelt es an empirischen nationalen wie internationalen Beiträgen einer solchen interdisziplinär orientierten Praxisforschung und ebenso an einer für dieses Anliegen notwendigen Grundlagenforschung. Wir erfahren und wissen noch zu wenig darüber, welche Hilfeangebote wie wirken und warum, z. B. Jugendhilfe mal mehr und mal weniger erfolgreich ist. Psychosoziale Praxis ist tatsächlich auch schwer zu (er-)fassen, sie hat unter Forschungsgesichtspunkten einige für die in der Psychologie und Medizin bewährten evidenzbasierten Ansätze erschwerende Blackbox-Eigenschaften. Psychosoziale Praxis ist in ihrer Komplexität und mit ihren Adressaten (deren