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Uff, nicht ohne – die Themen und ihr Nutzen
fühl, eine früher schwierige Situation mit anderen – und das ist nochmal ein korrigierendes Erlebnis: »Ich bin ja nicht alleine, die kennen das ja auch und können helfen« – heute selbstbemächtigt meistern zu können. Als besonderes Highlight können Mädchen* und Jungen* ihr sogenanntes Inneres Team (Schulz von Thun 2004) im Workshop entdecken. Das Innere Team beschreibt die Pluralität des Menschen und seiner unterschiedlichen Persönlichkeitsteile. Diese reden, diskutieren, streiten miteinander und wägen ab, bevor wir eine Entscheidung treffen. Die Vorstellung der eigenen verschiedenen Persönlichkeitsanteile als Inneres Team können Kinder als großen Schatz und als schnellen und spielerischen Weg zur Selbstbemächtigung/-regulation erleben. Den Mädchen* und Jungen* helfen diese Informationen: »Jedes innere Teammitglied will gesehen werden. Jedes hat eine gute Absicht, auch wenn wir diese erstmal nicht verstehen. Jedes will uns unterstützen und uns helfen. Du bist Chefin deines Teams, die Bestimmerin. Selbstbestimmt kannst du die Teammitglieder in dir, die dir besonders guttun, nach vorne und die anderen, eher störenden Mitglieder, nach hinten treten lassen.« Diese Art der Darstellung kann von den Kindern als sehr spannend, lebendig und selbstwirksam erlebt werden. In selbst gestalteten Collagen können sie ihre vielen verschiedenen Anteile fantasievoll und bunt darstellen und deren mögliche gute Absichten während des Gestaltens beschreiben. Vielfach spüren die Mädchen* und Jungen* durch die Erkenntnis: »Wow, ich bin ja ganz viele!«, eine Erleichterung, ja Entlastung, da sie auf diese Weise erkennen dürfen, dass sie entgegen mancher anders lautenden Suggestionen von außen nicht nur negative, sondern auch viele positive Eigenschaften in sich tragen. Ein weiteres bedeutsames Thema während der Weiterbildung ist der Umgang mit Scham. Was bedeutet Scham und wie kann ich mich – wenn ich mir die Scham als ein Käfig vorstelle – daraus befreien? Gemeinsam mit den Kindern kann zum Beispiel unter Zuhilfenahme großer Handpuppen erarbeitet werden, was es bedeutet, sich für ein ›Schlamassel‹, für den man nichts konnte, zu schämen oder sich schuldig zu fühlen. Die Kinder geben der Puppe, die ihr Gefühl schildert, Tipps, was diese tun könnte, um dieses Gefühl los zu werden. So entstand der Titel des Workshops »Trau dich – Sprich mit einem Menschen Deines Vertrauens darüber«. Schuld- und Schamgefühle werden schwächer, wenn du darüber sprichst. Damit die gewonnenen Erkenntnisse nicht schnell wieder in Vergessenheit geraten, basteln die Kinder anschließend bunte Armbänder mit einer Perle, auf dem der Anfangsbuchstabe des Namens der Person steht, der sie sich anvertrauen möchten. Weitere Fragen, für die in den Workshops mit traumatisierten Kindern Antworten gefunden werden können, sind zum Beispiel: Was bedeutet traumasensible Biografiearbeit oder auch die transgenerationale Selbstbemächtigung? Wie wichtig ist Schlaf? Was passiert in der Nacht und wie kann ich beruhigter schlafen (Melanie Hofmann, o. J., noch unveröffentlichtes Projekt)? Welche Themen behandelt werden sollten, hängt jeweils von der Einschätzung ab, was die konkreten Teilneh-
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