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Raw Blame History

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Die Pädagogik der Selbstbemächtigung Eine traumapädagogische Methode

Regulationsmechanismen Mit einem Stressbarometer (Abb. 7) können die Kinder den Stressgrad feststellen und schauen, wie sie am ehesten reagieren: mit Übererregung, mit Dissoziation oder mit Erstarren. Im nächsten Schritt überlegen wir mit ihnen, wie sie sich beruhigen können, z. B. bei Übererregung im Hier und Jetzt halten, bei bevorzugtem Dissoziieren (Wegtreten) oder Erstarren in Bewegung kommen. Damit sie ihre eigene Kraft und Klugheit erkennen, steht am Anfang immer die Frage: »Was tust du denn schon?« Mädchen* und Jungen* haben wirksame Selbstregulationsmechanismen entwickelt. Wir werden viel von ihnen lernen, wenn wir danach fragen. Ergänzend können wir mit ihnen eine Abb. 7: Stressbarometer (Picard 2014, S. 128) Liste, vielleicht mit Piktogrammen, etc. erstellen, die ihnen jederzeit zugänglich ist. Die selbst erstellte Liste hat im Gegensatz zu vorgefertigten Listen eine größere Wirkkraft. Die Kinder und Jugendlichen können aktiv erspüren, dass sie so ohnmächtig nicht sind. Das siebenjährige Pflegekind Jonas sperrt z. B. wenn er in die Schule geht sein »Böckle« in Form eines Schafes in das Bad. Dann rastet er in der Schule nicht aus. Der 15-jährige Samuel lebt in einer Wohngruppe und legt sich, wenn er aus der Schule kommt, auf sein Bett. Er macht die Bässe der Lautsprecher, die direkt am Bett stehen, ganz laut. Mit den vibrierenden Bässen hält er sich im Hier und Jetzt und verhindert, dass er dissoziiert, dass er wegdriftet.

Körperlichkeit der Traumabewältigung Das Identitätsgefühl ist eng mit dem Körpererleben verbunden. Sich in seinem Körper wohl zu fühlen, ist zentraler Bestandteil des Selbstwertes (Lang: Trauma und Körper in diesem Band). Der Geist wirkt auf den Körper und der Körper auf den Geist. Levine beschreibt gar die körperlichen Empfindungen als die eigentliche Grundlage des Bewusstseins (Levine 2010, S. 172). Wir können den Zusammenhang von Körper und Geist mit einfachen Übungen vermitteln. Immer wieder erleben wir bei den Mädchen* und Jungen* einen Aha-Effekt und Spaß beim Aus-