2026-001/documents/theory/diagnostics/handbuch-traumapaedagogik/pages/013.md

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mapädagogische Praxis und Theoriebildung«. Den übergreifenden Pfad »Psychoanalytische Pädagogik« verfolgt Margret Dörr. Silke Birgitta Gahleitner wendet sich auf dieser Basis unter dem Titel »Milieutherapeutische und -pädagogische Konzepte« einer häufig missverstandenen, aber zentralen Quelle traumapädagogischer Arbeit zu. Martin Kühn und Julia Bialek fokussieren die »Behindertenpädagogik. Die Lehre vom Anderssein, eine zentrale wissenschaftliche Wurzel der Traumapädagogik« und beschreiben die Einflüsse dieser Fachrichtung auf traumapädagogisches Gedankengut. Deutlich wird in all diesen Beiträgen die lange Tradition der Psychoanalytischen Pädagogik in der Auseinandersetzung mit traumatisierten Kindern und damit auch die Wichtigkeit von Erfahrungen aus der Entwicklung der Psychoanalytischen Pädagogik für die Weiterentwicklung der Traumapädagogik und die Vertiefung eines pädagogischen Selbstverständnisses im Traumabereich. Auch ohne damals schon den Begriff des Traumas zu kennen, wurden bereits wichtige Grundlagen für die heutige Traumapädagogik gelegt. Ähnliches gilt für die humanistische Orientierung in Bezug auf die Grundhaltung. Den zweiten Abschnitt »Zentrale Inhalte der Traumapädagogik« leiten die Mädchen* und Jungen* aus herausfordernden Lebensständen ein. Erstmals in einem Handbuch berichten Expertinnen für herausfordernde Lebensumstände selbst über Folgen. Yasmina Errafay, Luna Flür, Dorina Horvath, Claudia Kaiser, Noah Meloni, Lotta Stern, Celine Wagner, Viktoria Neubert und Ana Maria Gheorghe schreiben »Wir sind alles. Expertinnen über Belastungen, Bewältigungsstrategien, Stärken und darüber, was hilft und was nicht«. Als eine Antwort auf die Ausführungen der Expertinnen gelten Marc Schmids Gedanken zum »Nutzen der traumapädagogischen Haltungen. Konzepte für ethische Fragestellungen im pädagogischen Alltag«. Der Autor entfaltet darin grundsätzliche Gedanken rund um ethische Dilemmata und Aspekte im Arbeitsalltag mit den Kindern und Jugendlichen. Andrea Basedow beschreibt anschließend »Die Pädagogik des Sicheren Ortes«. Auf Basis dieser von Marc Schmid und Andrea Basedow verlangten trauma- und beziehungsorientierten Grundhaltung fordert Wilma Weiß, den Kindern und Jugendlichen Selbstbemächtigung zu ermöglichen, die in den traumatischen Erfahrungen zutiefst erschüttert wurde. In »Die Pädagogik der Selbstbemächtigung. Eine Einführung« definiert sie Selbstbemächtigung zwischen Selbstsorge und Selbstoptimierung, greift die Konzepte von Anerkennung und Würde als zentrale Kategorien traumapädagogischen Handelns auf und beschreibt die vor allem mit jungen Expertinnen weiterentwickelte »Selbstbemächtigung reloaded«. Diese Form der »Selbstbemächtigung reloaded« erfordert eine traumapädagogische Auseinandersetzung mit Scham und Schuld. Pia Andreatta und Gianluca Grepaldi beschreiben »Scham und Beschämung mit Blick auf Trauma«. Mit dem Gedanken der Selbstbemächtigung gehen zudem Überlegungen zur »Partizipation« einher, die sich als wichtiger Wirkfaktor in der Kinder- und Jugendhilfe herausgestellt hat und über

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