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Familie sozial ab oder steigt sie auf), auf die erweiterten milieuspezifischen Lebensbedingungen, temporäre oder dauerhafte Erwerbslosigkeit, Eltern- und Geschwisterkonstellationen, Wohnumfelder, besondere Belastungen in der Familie durch Krankheit, Scheidung oder Tod eines Familienmitgliedes, Diskriminierungs-, Flucht- oder Migrationserfahrungen (wobei dann auch wieder die soziale Herkunft im vorherigen Lebenskontext eine Rolle spielt), geschlechtliche Ungleichheiten, Diversität u. v. m. Insofern ist auch die Kontextbedingung soziale Ungleichheit »mehrdimensional« zu verstehen. Die analytische Perspektive auf Ungleichheiten musste also in den vergangenen Jahren angepasst werden an die besonderen Lebensbedingungen einer Gesellschaft, in der bestimmte Formen der Lebensführung, Ressourcen und vorgefundenen Bedingungen einen Vorteil oder entsprechend auch einen Nachteil für die Verwirklichung der eigenen Lebenschancen darstellen können. Diese führt zu einem weiteren Schwerpunktbereich des MpR, der die Bedeutung ungleicher Kontexte auf die Frage der sozialen Ungleichheit und ihre vielfältigen Dimensionen konzentriert. DAS NEUNTE PRINZIP UNTER DER LUPE In der Sozialisationsforschung hat die Forschung zu der Produktion und Reproduktion sozialer Ungleichheiten eine lange Tradition. Heute geht die Frage der Ungleichheitsreproduktion weit über die Frage der ökonomischen Verteilungsungleichheiten hinaus. Der Fachbegriff der Intersektionalität (im Englischen »intersectionality«) ist in dieser Hinsicht ein wesentlich neues Element in der Debatte. Er bezeichnet die Überschneidung von unterschiedlichen Benachteiligungsoder Diskriminierungsformen. Hierzu gehören das Vermögen, der Bildungsgrad, die ethnisch-kulturelle und