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der Konzeption von pädagogischen Programmen beteiligen kann (Fried/Roux 2006). In der Fachsprache wird hier von einer »Geh-Struktur« der Bildungsangebote gesprochen. Wenn die Grenzen der Teilnahme derjenigen Familien erreicht ist, die höhere Bedarfe haben, dann müssen sich Erziehungs- und Bildungssysteme selbst auf den Weg machen, nicht mehr auf die auf sie »zukommenden« Eltern warten, sondern selbstständig auf die Bedarfe dieser Gruppen »zugehen«. Für die Bildungsbilanz der Kinder zahlt es sich aus, Eltern bei der Förderung der Bildung ihrer Kinder nicht allein zu lassen, sondern sie öffentlich zu unterstützen. Dazu gehören ausreichende und qualitätsvolle Angebote von Kinderkrippen, Kindertagesstätten und Kindergärten mit einem gut strukturierten und rhythmisierten Ganztagsbetrieb. Erfahren die Eltern hierdurch Entlastung, können sie sich viel besser auf ihre eigenen Fähigkeiten der persönlichen und emotionalen Stärkung der Kinder konzentrieren. Sie erleben die öffentlichen Einrichtungen als unterstützende Miterzieher, als Verbündete bei der Sicherung des Wohls der Kinder. Pädagogisch gut konzipierte Kindergärten mit professionell ausgebildeten Fachkräften erweisen sich nicht nur als wertvolle und notwendige Ergänzung der familiären Erziehung, sondern als Sozialisationsinstanzen, die Kinder bei der Erschließung der gesamten sozialen und physischen Umwelt unterstützen und damit auch Kompetenzen für die schulische Bildung fördern. Sie können zudem bei der sozialen Integration von Nachbarschaften eine wichtige Rolle spielen, indem sie Kontakte zwischen den Kindern aus Zuwanderer- und einheimischen Familien und ihren Eltern stiften, die Eltern aus eigener Initiative nicht herstellen könnten. Für die sehr kleinen Familien, insbesondere die EinEltern- und die Ein-Kind-Familien, können im Kindergarten durch soziale Gruppenarbeit Lernfelder für Solidarität und