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produziert, die Bildung und Berufsvorbereitung der Kinder verlagern sich ebenfalls aus der Familie in Schulen und Betriebe. Das Gleiche gilt für das Pflegen und Versorgen und in Ansätzen auch für das Kochen und Essen (NaveHerz 2004). Im Verlauf dieser Entwicklung gliedert sich der vormals große Familienverband in mehrere kleine auf, die nicht mehr unter einem Dach, sondern in jeweils eigenen Haushalten leben. Hierdurch wird der Familienverband, der ursprünglich eine Großfamilie darstellt, zu einer Kleinfamilie. Im engeren Sinne gehören der Familie fortan nur noch Mutter, Vater und Kinder an, und zur wichtigsten und oft einzigen Funktion wird die Sozialisation und Erziehung der Kinder, begleitet von Restbeständen der früheren Funktionen, etwa Haushalten, Essen und Kochen. Weil sie auf den Kern dessen reduziert ist, was eine Familie ausmacht, wird sie auch als »Kernfamilie« bezeichnet. Die vormals in der Großfamilie verankerten Funktionen des täglichen Lebens von der Nahrungsherstellung und zubereitung, dem Haushalten, Kochen und Essen über das berufstätige Arbeiten, Produzieren und Dienstleisten bis hin zum Bilden, Erziehen und Pflegen sind im Laufe der Zeit in andere Bereiche ausgelagert worden. Sie finden sich heute in der Regel in jeweils nur für die spezifische Funktion zugeschnittenen Einzelsystemen: dem Betrieb für das Arbeiten, der Kindertagesstätte und der Schule für das Bilden, dem Supermarkt für den Kauf der fertig hergestellten Nahrungsmittel, der Arztpraxis für das medizinische Versorgen, dem Pflegedienst für das Pflegen und so weiter. Die einzigen sicher verbleibenden Funktionen für die Kleinfamilie sind das Erziehen und Betreuen der Kinder. Der Wandel der Aufgaben, die das soziale System »Familie« für seine Mitglieder und für die gesamte Gesellschaft erfüllt, ist also sehr weitreichend. Vor und während der Industrialisierung waren Familien