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neuroendokrinologischen Aktivität auf Kognitionen, Emotionen und Motivationsstrukturen. Der Zusammenhang von Hormonen und Neuropeptiden (das sind Peptide, die im Nervengewebe vorkommen) auf der einen Seite und menschlichen Reaktionsmustern auf der anderen ist ebenfalls ein interessanter Forschungszweig. Unterschiedliche neuronale Wege bestimmen offenbar die Fähigkeit, andere Menschen zu verstehen, indem Mimik, Handlungen, Gedanken oder Gefühle in besonderer Weise erkannt und interpretiert werden. Inspiriert von der Entdeckung der sogenannten Spiegelneuronen haben eine Vielzahl von Studien Regionen identifiziert, die für unterschiedliche Empfindungen verantwortlich sind. Unter den Peptidhormonen gilt Arginin-Vasopressin (AVP) als Regulator für die Reaktionen auf Stresssituationen. Oxytocin wird eine überragende Bedeutung zugeschrieben, wenn es um Anerkennung und Empathie in der sozialen Interaktion geht. Oxytocin verbessert offenbar auch die Fähigkeit, Gedanken und Gefühle aus der Mimik anderer zu lesen (McCall/Singer 2012). Stärker bezogen auf die Hirnphysiognomie gehen neurowissenschaftliche Untersuchungen davon aus, dass das Volumen und die Dichte von Hirnregionen Aufschluss über epigenetische und neuroendokrinologische Aktivitäten geben (Becker 2015). So gehen Angststörungen mit einer Überaktivität der Amygdala bei gleichzeitiger Unteraktivierung des präfrontalen Cortexes einher. Überdurchschnittlich intelligente Kinder haben eine besonders plastische Großhirnrinde mit einer stark ausgeprägten und verlängerten Phase des kortikalen Wachstums. Wie aber so oft, wenn Korrelate (also nur Wechselwirkungen), aber keine Kausalbeziehungen zu Persönlichkeitseigenschaften und Kompetenzprofilen auf der Ebene der Hirnaktivitäten herangezogen werden, steht die Frage im Mittelpunkt: Sind diese Aktivitäten der