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Raw History

135 Bei der Unterbringung sollte von den vorhandenen Möglichkeiten diejenige gewählt werden, die die Entwicklung des Kindes am wenigsten beeinträchtigt, die „am wenigsten schädliche Alternative“.

Die aktuelle Diskussion um die Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe betont die Notwendigkeit kindliche Bindungen z. B. durch klare Aussagen über die Bleibeperspektive zu schützen und fordert Regelungen zur Bleibeperspektive von Pflegekindern über das 18. Lebensjahr hinaus (BMfFSFJ 2019, S. 100). Auch die Schule als ein entscheidender Lebensort kann unterstützend oder behindernd wirksam werden. Gemeinsam mit Schule und anderen Betreuungsangeboten wird ein tragfähiges Betreuungsnetz den Fehler eines einzelnen ausgleichen, was viele von uns ja aus dem pädagogischen Alltag kennen. „Die Gesamtheit der Angebote wirkt dann als ein gemeinsames hilfreiches Netz im Sinne einer zentralen Nachsozialisation für die Jugendlichen, einem bereitgestellten Schutzraum mit der Botschaft: „So bist du hier richtig und gut, wir wollen Dich hier.“ (Gahleitner 2011, S. 61)

7.4

Traumapädagogische Bindungskonzepte

Alle traumapädagogischen Konzepte betonen die Bedeutung von Bindung. In der Theorie setzen sie unterschiedliche Schwerpunkte, die manchmal im Handeln erkennbar sind, meist fließen diese ineinander und ergänzen sich. Sie stellen jeweils Bindungsbalance, Exklusive Bindung, Beziehungsvielfalt und Coregulation und Regulation, Gruppenarbeit in den Vordergrund. Das oben schon beschriebene Konzept von Roland Schleiffer, der reflexive Umgang mit den Bindungsfallen sollte zentraler Bestandteil aller Bindungsbemühungen sein, die Klammer der Konzepte.