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weil sie Grundlage meines Konzeptes der Pädagogik der Selbstbemächtigung sind , hervorheben, der Gute Grund und die Expertinnenschaft. Jeder Ansatz, jeder pädagogische, therapeutische, sozialpädagogische und auch sozialpolitische Ansatz muss von Respekt, Verständnis und der Bereitschaft zur Beziehung geprägt sein, soll er wirksam werden. Im Kontakt mit den lebensgeschichtlich belasteten Mädchen und Jungen bedeutet dies konkret: Ihre Verhaltensweisen sind normale Reaktionen auf eine extreme Stressbelastung. Sie haben für ihre Vorannahmen, Reaktionen und Verhaltensweisen einen guten Grund. Sie haben in ihrem Leben bislang viel überstanden und geleistet. Wir unterstützen sie bei der Entwicklung eines guten Lebens. Wir stellen unser Fachwissen zur Verfügung (Profis), sie sind die Expertinnen für ihr Leben.

Der Gute Grund und mehr

Viele der Verhaltensweisen der Mädchen und Jungen aus herausfordernden Lebensumständen sind für ihre Bezugspersonen und die anderen Kinder und Jugendlichen belastend. Wenn die Pädagog*innen darauf mit Unverständnis reagieren, erhöht sich der Stress der Mädchen und Jungen: „Kommt es zu Erziehungsverhalten, die dazu führen sollen, dass dieses Verhalten aufgegeben wird, ohne seinen tieferen Sinn zu verstehen, löst dies den Widerstand der Kinder aus und es droht eine Zunahme der inneren Belastung. Die selbst gefundene Bewältigungsmöglichkeit von nun getriggerten, schwer aushaltbaren traumatischen Zuständen, soll diesen Kindern genommen werden.“ (Garbe 2015, S. 111). Es geht also darum, die Verhaltensweisen gemeinsam zu verstehen, auch oft ohne einverstanden zu sein. Entsprechend dem „Konzept des guten Grundes“ (Weiß 2003, S. 59; Ebel 2003, o. S.; bereits Dray 1977, S. 282 ff.) wird das Verhalten der Kinder und Jugendlichen