2026-001/050-analysis/10-analysis-kooperative-prozesse.md
2026-05-07 07:10:45 +00:00

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id: "analysis-kooperative-prozesse"
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title: "Kooperative Prozesse"
hint: "Halte hier die kooperative Arbeit auf Ebene der gesamten Analyse fest, z. B. Validierung, gemeinsame Klärungen und allfällige Sofortmassnahmen."
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*In der Zeit, in der die Perspektivenanalyse und die Drei Häuser erarbeitet wurden, fand im Praxisbetrieb auch ein Gespräch nach dem lösungsorientierten Ansatz statt, das im Praxisbetrieb Oasengespräch genannt wird. Dort bringt das Kind das Thema selbst ein und erarbeitet im Prozess eigene Schritte. Leny brachte dabei das Thema Heimweh ein (vgl. Kapitel 3.1, Gegenwärtige Situation). In diesem Gespräch konkretisierte sich das Heimweh. In einem Aspekt beschreibt Leny dabei sein Bedürfnis nach Ruhe und Erholung sowie die Überforderung mit seinem Zimmerkollegen.*
*Im Fachaustausch mit der Psychologin und in der organisatorischen Sitzung verdichtete sich die Einschätzung, dass die aktuelle Zimmerkonstellation für Leny eher überfordernd ist und ein Zimmerwechsel entlastend wirken könnte. In der inzwischen durchgeführten Supervision bearbeiteten wir die unterschiedlichen fachlichen Sichtweisen zur Zimmersituation und klärten das weitere Vorgehen.*
*_(Im weiteren Verlauf ergab sich aufgrund einer Krankheitssituation die Möglichkeit, den Zimmerwechsel zu erproben. Da sich die neue Situation für beide Jungen bewährte, wurde sie anschliessend beibehalten. Dieser Hinweis kann aufgenommen werden, falls er für das Verständnis des Analyseprozesses hilfreich ist.)_*
***Validierung***
Die Validierung der Analyse mit dem Team plante ich ursprünglich im Rahmen einer Teamsitzung. Da der Betriebsalltag in dieser Zeit von vielen aktuellen Vorkommnissen geprägt war, führte ich die Validierung in schriftlicher Form durch. Ich legte acht Teammitgliedern aus den Bereichen Schule, Therapie, Sozialpädagogik und Küche die vollständige Analyse, die konstatierenden Hypothesen sowie die vorformulierte Fallthematik vor und bat sie um Fragen, Hinweise oder weitere Hypothesen. Ich erhielt alle Rückmeldungen mit Bemerkungen zurück. Die Auswertung stiess auf breite Zustimmung und wurde als interessant sowie aussagekräftig eingeschätzt.
Für das Validierungsgespräch mit Leny bereitete ich mich gezielt vor und erstellte Bilder mit Symbolkraft, um ihm die verdichteten Analyseerkenntnisse möglichst verständlich und präzise zu vermitteln. Anhand dieser Bilder spiegelte ich ihm die wesentlichen Inhalte zurück. Er war mit den Rückmeldungen grundsätzlich einverstanden, betonte aber, dass er nicht nur in belastenden Situationen Dinge vergesse. Ich präzisierte deshalb, dass das Vergessen auch sonst vorkommt, sich bei Belastung, Müdigkeit oder vielen Anforderungen jedoch stärker zeigt. Dem konnte Leny zustimmen.