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# Beurteilungskriterien: Analyse, Diagnose, Zielsetzung, Interventionsplanung und Reflexion
Die **Analyse** (max. 9 Punkte) verlangt eine passend gewählte, begründete und fachlich fundiert erläuterte Analysemethode (1.5), eine differenziert dargestellte Kooperation (1.5) sowie relevante, vertiefende Aspekte (1.5). Konstatierende Hypothesen sind schlüssig abzuleiten und korrekt zu formulieren (1.5) [(Ref 1)](./page_08_beurteilungskriterien-analyse-bis-reflexion.evidence.md#reference-1). Am höchsten gewichtet ist die Fallthematik (3): Sie muss präzise formuliert sein und eine passende Grundlage für die Diagnose bilden [(Ref 6)](./page_08_beurteilungskriterien-analyse-bis-reflexion.evidence.md#reference-6).
Die **Diagnose** (max. 9 Punkte) erfordert zwei zur Fallthematik passend gewählte und nachvollziehbar begründete Theorien (je 1.5, insgesamt 3). Die theoriegeleiteten Fallüberlegungen müssen korrekt und nachvollziehbar sein (3) [(Ref 2)](./page_08_beurteilungskriterien-analyse-bis-reflexion.evidence.md#reference-2). Erklärende Hypothesen sind als Weil-Hypothesen aus den Theorien abzuleiten (1.5), eine handlungsleitende Arbeitshypothese als Wenn-Dann-Hypothese zu formulieren (1.5) [(Ref 7)](./page_08_beurteilungskriterien-analyse-bis-reflexion.evidence.md#reference-7).
Die **Zielsetzung** (max. 10 Punkte) umfasst die konkrete Darstellung des kooperativen Zielbildungsprozesses (1.5) und eine hierarchisierte Zielformulierung, bei der die Ebenen zueinander in Beziehung stehen (1.5). Ziele sind als anzustrebender Endzustand zu formulieren; Feinziele folgen dem SMART-Prinzip und dürfen nicht mit Massnahmen verwechselt werden (3) [(Ref 3)](./page_08_beurteilungskriterien-analyse-bis-reflexion.evidence.md#reference-3). Fern- und Grobziele sind fachlich zu begründen und mit vorangehenden Prozessschritten zu verknüpfen (3); Bildungsziele (BZ) und Unterstützungsziele (UZ) sind korrekt zu unterscheiden (1) [(Ref 8)](./page_08_beurteilungskriterien-analyse-bis-reflexion.evidence.md#reference-8).
Die **Interventionsplanung** (max. 10 Punkte) beginnt mit einer Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse (1). Mindestens ein handlungsleitendes Konzept ist fachlich begründet mit der Planung zu verknüpfen (1.5); Interventionsmöglichkeiten sind zu entwerfen, zu reflektieren und begründet auszuwählen (1.5 + 1.5) [(Ref 4)](./page_08_beurteilungskriterien-analyse-bis-reflexion.evidence.md#reference-4). Die konkrete Planung anhand eines Feinziels beantwortet methodisch-strukturiert die Frage «Wer macht wann, was, wie, warum?» (3) [(Ref 9)](./page_08_beurteilungskriterien-analyse-bis-reflexion.evidence.md#reference-9). Klientelspezifische sowie inter-/intraprofessionelle Kooperationen sind konkret darzustellen (1.5) [(Ref 10)](./page_08_beurteilungskriterien-analyse-bis-reflexion.evidence.md#reference-10).
Die fachliche **Reflexion** (max. 9 Punkte) umfasst das methodische Vorgehen inkl. Zirkularität (3), die Kooperation (1.5), die eigene Rolle (1.5) sowie Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse (3) [(Ref 11)](./page_08_beurteilungskriterien-analyse-bis-reflexion.evidence.md#reference-11).
Die **formalen Kriterien** (max. 15 Punkte, bestanden ab 10) bewerten Sprache und Kohärenz (2), Grammatik/Interpunktion/Orthographie (3), diversitätsgerechte Formulierung (1), Zitation (1.5) sowie Quellenverzeichnis inkl. KI-Zitationstabelle (1.5) [(Ref 5)](./page_08_beurteilungskriterien-analyse-bis-reflexion.evidence.md#reference-5).