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Abschließende Bemerkungen
Abschließende Bemerkungen Die Ergebnisse dieser und ähnlicher Projekte sind von hoher Relevanz nicht nur für die Ausgestaltung traumapädagogischer Angebote, sondern für psychosoziale Hilfen insgesamt, und für die Konzeptionalisierung eines wirksamen Praxisalltags. Auch hier, so zeigt sich an den Beispielen, ist die Qualität der Hilfe schwer quantifizierbar und nur schwer beschreibbar, am ehesten noch aus dem Verständnis einzelner Falldarstellungen heraus. Harte, leicht operationalisierbare Kriterien mit dem Versuch, veränderungsrelevante Einflüsse herauszukristallisieren, sind eher die Ausnahme. Diese Tatsache sollte jedoch auf der anderen Seite nicht dazu führen, dass randomisierte oder wenigstens gruppenvergleichende Interventionsstudien auch dort nicht durchgeführt werden, wo sie möglich wären (Fegert/Besier 2010). Fokussiert werden sollte neben der Evaluation der Klientel in Zukunft zudem – aus einer traumapädagogischen Perspektive heraus – auch die Arbeitsbelastung und Arbeitszufriedenheit der pädagogischen Fachpersonen und die Bedeutung der Interaktion von Fachpersonen und Klient*innen, wie in der als Beispiel aufgeführten Studie (Gahleitner et al. 2015). Wünschenswert wäre also, dass sich an der Schnittstelle zwischen verschiedenen Disziplinen eine eigene Forschungstradition entwickelt, die die Stärken beider und weiterer Forschungstraditionen – sowohl bezüglich der Haltung und Forschungszielsetzung als auch der gewählten Forschungsmethodik – miteinander verbindet und für die relevanten Fragestellungen an der Schnittstelle adaptiert (Schröder/Gahleitner 2012; Schmid 2012). Die Ergebnisse vieler auf unterschiedlichen Ebenen ansetzenden Studien könnten helfen, die Chancen und Möglichkeiten verschiedener Einrichtungen, aber auch Ausbildungs-, Fort- und Weiterbildungsprogramme für psychosoziale Berufsgruppen zu entwickeln. Traumapädagogische Konzepte könnten so stetig wissenschaftlichen Evaluationen und ständiger Qualitätssicherungskontrolle unterworfen und kontinuierlich und konsequent weiterentwickelt werden. In Anbetracht der starken Auswirkungen von komplexen Traumafolgestörungen auf eine Vielzahl von neurobiologischen und neuropsychologischen Parametern müssten erfolgreiche traumapäda gogische Konzepte letztlich auch zu einer Reduktion der neurobiologischen und neuropsychologischen Auffälligkeiten führen (Zantvoord/Diehle/Lindauer 2013; Weingarten/Strauman 2015). Im Zuge der Anwendung neurobiologischer Methoden ist es bereits gelungen, den Stress der Fachpersonen auch anhand von Cortisolmessungen in den Haaren (Schmid et al., 2020) nachzuweisen und so auch für die Stressreaktionen der Fachpersonen zu sensibilisieren (Schröder et al. 2024). Ohne angemessene Drittmittel und ohne dafür spezifisch qualifiziertes wissenschaftliches Personal sind solche Studien mit multimethodischem, mehrstufigem Design und einer angemessenen Qualität jedoch nicht realisierbar. Auf der Praxisebene hat die Entwicklung der Traumapädagogik als konsequente Zusammenführung des aktuellen Kenntnisstands aus den Bereichen Pädagogik und Soziale
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