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» … mit einer Ansammlung von Einzelkämpfern«
Ähnliche traumatische Erfahrung: Einzelne oder alle Mitglieder einer Gruppe haben unabhängig voneinander ähnliche traumatische Ereignisse erlebt. Das können beispielsweise innerfamiliäre Gewalt, sexualisierte Gewalt oder Vernachlässigung sein. Transportierte traumatische Erfahrung: Die Auswirkungen traumatischer Erfahrungen einzelner oder aller Mitglieder der Gruppe werden Bestandteil der Gruppendynamik. Das können beispielsweise Manipulationen, Trigger oder traumatische Übertragungen sein. In den Pädagogischen Handlungsfeldern haben wir es in der Regel mit der zweiten und dritten Gruppe zu tun. Während in der ersten Gruppe alle Beteiligten gegenseitig von der erlebten traumatischen Erfahrung wissen und in einen Austausch über das Erlebte gehen können, wissen die Beteiligten der zweiten und dritten Gruppe nicht voneinander, dass auch andere Gruppenmitglieder ähnliche Erfahrungen machen mussten. Scham, Tabu und Isolation beziehen sich sowohl auf traumatische Ereignisse als auch auf die Folgen der Traumatisierung. Während es für die Beteiligten der ersten Gruppe vermeintlich leichter ist, sich über Trauma und Folgen auszutauschen, ist dies für die Beteiligten der zweiten Gruppe ungleich schwerer. FAZIT I
In der traumapädagogischen Gruppenarbeit sind wir mit einer immensen Wirkmacht von Scham, Tabu und Isolation konfrontiert.
Die Auswirkungen traumatischer Erfahrungen Einzelner werden in der Regel einbzw. zweidimensional betrachtet. In einer ersten Dimension wird betrachtet, welche Auswirkungen traumatische Erfahrungen auf die betroffene Person haben. Ergebnisse dieser Betrachtung sind beispielsweise das Wissen um Trigger, Flashback, Dissoziation, beeinträchtigende Bindungsmuster. In einer zweiten Dimension wird geschaut, welche Auswirkung traumatische Erfahrungen auf den Kontakt zwischen einer betroffenen Person und einer erwachsenen Bezugsperson haben. Ergebnisse dieser Betrachtung sind beispielsweise das Wissen um traumatische Übertragungen und Gegenreaktionen, bindungsverstrickte Kommunikation, Manipulationen. Die dritte Dimension beschreibt die Auswirkung von Trauma und Gewalt auf die Mitglieder einer Gruppe und die Möglichkeiten der Gruppendynamik, darauf einzuwirken. Im Gegensatz zur ersten und zur zweiten Dimension ist eine fachliche Betrachtung und methodische Sammlung für explizit pädagogische Settings nicht sehr umfassend.