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Raw Blame History

Schlussendlich

Traumasensible, transgenerationale Selbstbemächtigung ist nichts anderes als traumasensible Biografiearbeit. Und darüber hinaus werden wir in diesen Auseinandersetzungen mit Sinnfragen konfrontiert und sind gefordert, eine Haltung zur Spiritualität zu entwickeln. Wir können in der alltäglichen traumapädagogischen Praxis Räume für Spiritualität öffnen. Das kann mit einem bewussten Atmen beginnen. «Es geht nicht darum, zu einem Glauben zu finden, den Sie nicht haben, sondern erst einmal darum, um sich selbst zu wissen. […] Alleine ihre wahrhaftige Auseinandersetzung mit sich ist eine gute Basis für die Fragen Ihrer Kinder und Jugendlichen. […] Sie sind herausgefordert, ein authentisches Gegenüber zu sein, also werden Sie sich ihrer spirituellen Qualitäten bewusst« (Sauerer 2018, S. 156).

Schlussendlich Die Selbstbemächtigung reloaded steckt methodisch in den Kinderschuhen. Sicherlich wird mit der Zeit auch hier ein großer Schatz an Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Für die Unterstützung des Selbstverstehens, der Selbstregulation und Selbstakzeptanz gilt dies schon heute. Methoden einer geschlechtsreflektierenden emanzipatorischen Sexualpädagogik kennen wir schon seit fünfzig Jahren. Zum einen muss sie immer wieder erinnert werden, zum anderen hat sich sehr viel verändert (LesMigraS 2012; Helfferich et al. 2016; Weiß 2024, S. 217ff.). Selbstbemächtigung wirkt. Mit der Annahme des guten Grundes, der Anerkennung der Lebensleistung und der Bedeutung der Expert*innenschaft begleiten wir die Entwicklung von Stärke und dem Gefühl, sich selbst zu sein. Durch die körperliche Selbstregulation im Kontext traumatischer Erinnerungsebenen erobern sich die Kinder und Jugendlichen die Kontrolle zurück. Der blockierte Zugang zu ihren inneren Möglichkeiten steht wieder offen, sie können Stück für Stück werden, was sie sind, und mit diesem Gefühl soziale Beziehungen im nahen und weiteren Umfeld eingehen. Es ist davon auszugehen, dass sie wie alle Menschen immer wieder in Krisen- und Herausforderungssituationen geraten werden. Dann ist es gut, wenn sie auf Möglichkeiten der Selbstreflexion und der Selbstsorge zurückgreifen zu können, die besonderen Energien für die Bewältigung zur Verfügung zu haben. Forschungsergebnisse aus Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zeigen, dass die Pädagogik der Selbstbemächtigung wirkt. Sie macht Spaß und ist eigentlich ganz einfach.

Literatur BAG Traumapädagogik (2011): Standards für traumapädagogische Konzepte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. www.fachverband-traumapaedagogik.org.standards.html (Abruf 02.08.2024).

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