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6 Unterstützungs- und Begegnungsmöglichkeiten bei Verhaltensauffälligkeiten
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vier Faktoren von Grawe (1994,1998) gleichfalls in Kinderpsychotherapien identifiziert und operationalisiert werden; zusätzlich zeigte sich ein fünfter Faktor (»Allgemeiner Kompetenzerwerb«).
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In weitergehenden Analysen zeigte sich, dass die Wirkfaktoren unterschiedlich
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realisiert werden,
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• je nach Setting (z. B. Einzeltherapie gegenüber der Gruppentherapie)
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• zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Therapieprozesses (deutlicher Unterschied
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zwischen Anfangsphase und Ende)
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• je nach altersmäßigem und vor allem »psychischem« Entwicklungsstand des Patienten
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• nach aktuellem Thema aber auch »Störungsbild« des Kindes/Jugendlichen
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Zusammenfassend lassen sich folgende therapieprozessleitende Erkenntnisse formulieren:
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• Die »Passung« zwischen Therapeut und Kind/Jugendlichem ist zumindest zu
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Beginn der Therapie ein wesentlicher Faktor, der über einen positiven Verlauf
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entscheidet. Es muss Energie in das reflektierte Herstellen dieser Passung investiert werden.
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• Es lassen sich Parameter einer entwicklungsförderlichen Beziehungsgestaltung
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formulieren. Neben den klassischen Basisvariablen ist dies Halt und Strukturgebung, aber auch eine Co-Regulation affektiver Zustände.
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• Je nach Entwicklungsgeschichte, psychischer Struktur und Konfliktdynamik des
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Patienten ist es bedeutsam, die Möglichkeit zu « korrektiven Erfahrungen«
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(Grawe 1998) bzw. « korrigierenden emotionalen Erfahrungen« (Cremerius
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1979) in der Beziehung mit dem Therapeuten zu gestalten.
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• Zu einem erfolgreichen Therapieverlauf trägt ein »Jonglieren« mit den einzelnen
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therapeutischen Wirkfaktoren je nach dem Stand des Patienten und des Therapieprozesses bei.
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• Darüberhinaus ist es wichtig, auch gezielte »Anstöße« zu geben, zur Veränderung
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auf einer Schema(Selbstruktur)ebene. Hierzu trägt im Wesentlichen die Beziehungsgestaltung bei; insbesondere auf der Ebene des Spieles können allerdings
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auch neue herausfordende und erlebnisaktivierende Methoden gezielt eingesetzt
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werden.
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Zusammenfassung
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Die Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen hat sich parallel zu den
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klassischen Therapieschulen entwickelt. Es gibt Bemühungen, Grundprinzipien
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einer schulenübergreifenden »Allgemeinen Psychotherapie« zu beschreiben und
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zu realisieren.
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Die therapeutische Beziehung ist die zentrale Grundlage des therapeutischen
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Prozesses und zugleich die »Hintergrundfolie« jeder Intervention; dies ist empirisch gesichert. Ein wesentlicher Faktor dabei ist die Passung zwischen Therapeut
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